Archiv für den Monat: April 2016

treibhaus macht schlau – diesmal: der Workshop „Gesellschaftspolitische Kommunikation“

 Glitzer Levine-02

Profit vs. Non-Profit

Weiter geht es auf der Wissensleiter für uns Nachwuchs-KonzeptionerInnen. Diesmal waren wir zu Gast in der Düsseldorfer Agentur „DO IT!“. Am 5. Treibhaus-Wochenende besuchte uns Mark Daniels von der Agentur neues handeln aus Köln mit einem Beitrag zum Thema „Gesellschaftspolitische Kommunikation – Kunden, Cases, Arbeitsweisen“. Technik vs. Mensch! – Mark Daniels hat selbst zuvor in Agenturen gearbeitet, die viele Kunden aus dem Bereich „Profit“ betreuen. Er kennt also beide Seiten und hat uns durch eine Vielfalt an Projekten den Unterschied der beiden Arbeitsweisen etwas näher gebracht.

Füllt Glitzer eigentlich inhaltliche Lücken?
Der Anja Niedringhaus-Preis, eine Auszeichnung für mutige Fotojournalistinnen, wird ins Leben gerufen. Frauen, die die Krisen- und Konfliktberichterstattung zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben. Bewegende Geschichten. Bilder, die berühren.
Es brauchte keine 5 Minuten Einblick in die ersten Beispielprojekte und Mark hat uns nicht nur vor Augen geführt, was mit wenigen Mitteln alles möglich ist und was es bedeutet, im Non-Profit Bereich kreativ zu arbeiten. Er hat es geschafft, in uns ein Gefühl zu wecken, welches das eigene Handeln in Frage stellt. Tun wir genug Gutes? Beeinflussen wir die Menschen nachhaltig? Vermitteln wir genügend bedeutende Inhalte?

Profit vs. Non-Profit gleich Inszenierung vs. Inhalt?
Gerade wir als junge „Nachwüchsler“ der Branche haben den Ansporn und die Intention jeden Job, jedes Projekt und jeden Kunden, ob Profit oder Non-Profit, mit Ideen und Inhalten zu füttern, die am Ende nicht nur im Schein und Glimmer der Inszenierung untergehen. Wir wollen inhaltsstarke Ideen transportieren. Ideen entwickeln, die glaubwürdig sind. Dafür sind wir hier. Dafür sind wir zu treibhaus gekommen. Doch wie ist das möglich?
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Ein Bauzaun, Fliegengitter und Informationsmaterial. Und fertig ist das Malaria-Labyrinth. Selber den Ausweg finden, aus einer Krankheit, die durch Unwissen und die Gegebenheiten in den betroffenen Gebieten, zu einem Labyrinth geworden ist. Selbst erleben, was es bedeuten würde, angesteckt zu sein. Emotionale Momente erwecken. Reisepässe erzählen die Geschichten infizierter Menschen. Lernen, was man gegen die Krankheit tun kann, denn Malaria ist heilbar.

Inhalte hautnah erleben. Eine einfache Umsetzung für eine starke Idee
Doch wir müssen nicht alle dem Profit den Rücken kehren, um Menschen nachhaltig zu beeinflussen, um Gutes zu tun oder um bedeutsame Inhalte zu transportieren.
Was jeder von uns durch Marks Beispiele mitnehmen sollte, ist, dass eine gute Idee auch mit wenigen Mitteln nicht nur viele Menschen erreichen kann, sondern eine Botschaft hinterlassen kann. Eine Botschaft, die weiter getragen wird durch jeden Einzelnen, der ihr begegnet. Nicht weil sie Profit bringt, sondern einfach, weil sie gut ist. Ganz ohne Glitzer.

Sina Weimert Sina Weimert hat ihr Staatsexamen im Lehramt Mathematik und Geographie absolviert, bevor sie als Projektassistentin bei der Agentur VOSS+FISCHER in Frankfurt ihre ersten Erfahrungen im Bereich Event gemacht hat. Dort macht sie zurzeit ihr Konzeptionsvolontariat.

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treibhaus macht schlau – diesmal: Workshop Kampagnen-Konzeption

notizen Im Mittelpunkt steht der Mensch. Wirksame Kampagnen-Ideen entwickeln Profis heute nicht mehr über Marke und Produkt, sondern über die Gedanken und Gefühle der Menschen, die man erreichen will. Vom Insight zur Idee.

Aha-Erlebnis, das.
“Erstens, das Aha-Erlebnis kommt plötzlich. Zweitens, die Lösung eines Problems kann flüssig verarbeitet werden. Drittens löst das Aha-Erlebnis positiven Affekt aus.“ Wikipedia
 
So eine Erfahrung machten wir bei Kristoffer Heilemanns Workshop zur Kampagnen-Konzeption. Auf einmal schien alles ganz einfach: Ein Briefing gliedert sich in get/to/by und die Idee beruht auf dem ‚Insight’, einer überraschenden Einsicht darüber, was Menschen im Zusammenhang mit Produkten und Marken bewegt – oder anders gesagt: wiederum einem Aha-Erlebnis.
Zehn ausgewählte connected brand experiences, wie ‚Tree Concert’ für den BUND und ‚Snowmen against global warming’ für entega, lieferten tiefere Einblicke und für die Marke smart wurden wir schließlich selbst aktiv.
 
Kristoffers persönliche Erfahrung „Man sollte immer eine Sache machen, die einen glücklich macht, auch wenn sie nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt,“ nehmen wir als Ratschlag mit auf den Weg. Besonders schön war es zu sehen, dass es Herzensangelegenheiten wie die Kampagne ‚Keys of Hope’ für die Caritas gibt, die es doch an eben dieses Licht schaffen. Gleichermaßen berührt und inspiriert verließen wir die Gastgeber-Agentur BBDO und werden nun sicher öfter von unseren ‚Insights’ sprechen und den ein oder anderen Blick auf Kristoffers #11-Punkte Checklist werfen!

Die Autorin:
christina koschowsky Christina Koschowsky ist Studentin am treibhaus 0.8 und Konzeptions-Volontärin in der Kölner Agentur facts and fiction. Sie hat einen Master in Corporate Architecture.

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treibhaus macht schlau – diesmal: Workshop Content-Marketing

CatContent (2) Früher war der Konsument ein Hund. Dankbar schnappte er nach jedem Leckerli. Heute ist er autonom wie eine Katze. Die spielt nur mit, wenn sie wirklich Lust dazu hat. Man muss sich schon um sie bemühen und ihr was Passendes bieten. In der Marken-Kommunikation heißt das Content.

Und wer ist jetzt dieser Content?
Agentursprache war noch nie einfach. Eigentlich braucht man ein eigenes Lexikon um sie zu verstehen. Agentursprache – Deutsch, Deutsch – Agentursprache.
Beliebtes Beispiel: Content. Alle sprechen drüber! Aber was genau ist Content und wie setzt man Content Crossmedial ein? Darüber sprach Sabine Wissdorf, Creative Director bei Ogilvy Content Cube mit uns, an unserem 5. treibhaus-Wochenende in Düsseldorf.

Gleich zu Beginn merkten wir, die Definitionen des Buzzwords Content sind sehr unterschiedlich. Jeder treibhäusler schrieb seine eigene Definition auf und siehe da – einheitlich ist ehrlich gesagt etwas anderes. Aber nicht nur uns geht es so, von Gründerszene bis Horizont, jeder hat da so seine eigene Meinung. Was wir uns jedoch fragten; gibt es Content nicht schon immer? Irgendein Inhalt muss doch kommuniziert werden! Ob guter oder schlechter Inhalt, bleibt fragwürdig, aber neu ist das alles irgendwie nicht.
Was sich aber verändert hat, ist der Konsument. Oder wie Sabines es formulierte, der Nutzer ist vom Hund zur Katze geworden. Unkontrollierbar macht er das, was er am liebsten machen möchte. Er entscheidet jetzt selbst was er anschaut und was nicht. Und vor allen Dingen wann und auf welchem Kanal. Was nicht interessant genug ist oder unglaubwürdig erscheint, wird weggeklickt oder fies kommentiert. Das klingt erst mal ganz schön hart, aber durch die Aufmerksamkeit der Nutzer ist der Content ehrlicher und transparenter geworden.

Wir merken also, Content wird nicht mehr ausschließlich vom Brand produziert. Dank Social Media ist aus dem Monolog ein Dialog geworden. Es besteht ein permanenter Austausch von Brands, Usern und Influencern auf You Tube, Twitter, Instagram und Co. Das bedeutet eine Menge Content und den gilt es zu orchestrieren.

Für uns als Konzeptioner heißt es deswegen, genau abzuwägen, was wir zu erzählen haben und was davon unsere Zielgruppe interessiert. Auf welchen Social Media Kanälen ist unsere Zielgruppe unterwegs? Welcher Influencer ist glaubwürdig und passt zur Marke? Puuuh, hört sich erst mal ganz schön kompliziert an! Aber dank Sabines Aufgaben, die wir im Laufe des Tages in Teams bearbeiteten, sehen wir Licht am Ende des Tunnels. Die treibhäusler bleiben dran am Social-Media-Content-Ball! Dann klappt es auch bald mit Snapchat und Periscope.

Die Autorin:
Theresa HütteTheresa Hütte hat einen Bachelor in Innenarchitektur und absolviert ihr Volontariat bei DO IT! in Düsseldorf.

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