Archiv für den Monat: November 2016

treibhaus kommt rum: diesmal beim FAMAB AWARD 2016

Apfelernte in Ludwigsburg 
Die Jury-Entscheidungen polarisierten. Fanden wir gut. 

31096902795_89f6ccdb7f_o Was ist gute Live-Kommunikation? Darüber verständigt sich die Event-Branche alle Jahre wieder neu beim FAMAB AWARD. Auch diesmal wurde gelobt und gelästert, Jury-Entscheidungen und Award-Show ganz okay gefunden oder böse verrissen  – im Fegefeuer der Eitelkeiten.

Mein 16. FAMAB AWARD!  Ja, ich freu mich immer noch drauf – besonders auf`s  Catering. Und ja, ich erlebte Entwicklungen über die Zeit. Kleinere bei der Gestaltung des Abends, richtig große bei den Einreichungen. In den Anfangsjahren war das Niveau der eingereichten Projekte – nun ja, oft nur rührend. Die wenigen wirklich professionell gedachten Marketing-Events wurden euphorisch gefeiert und setzten konzeptionelle Benchmarks für die ganze Branche. Später hatten die Agenturen und die meisten Kunden der Branchen-Bundesliga – und nur von der reden wir hier – die Grundregeln der Live-Markenkommunikation verstanden. Von da an lieferte man sich einen FAMAB-Wettbewerb des Schneller, Höher, Weiter. Ausgezeichnet wurde alles, was multimedial und logistisch ordentlich klotzte. Markenräume, Markenträume – Hauptsache groß. „Beeindruckend“ war das Lieblingswort aller Jury-Begründungstexter. Leichte bis schwere Ermüdungserscheinungen waren die Folge.

Live-Kommunikation in digitalen Zeiten: Seid relevant und spannend – also sehr, sehr kreativ!

Seit ein paar Jahren erobern und verändern die „Digitalen“ das Denken der ganzen Kommunikationsbranche. Es geht noch um Marken, klar. Aber vor allem geht es um Menschen, Leute, Personen, Persönlichkeiten –  Social Media User, Event-Teilnehmer, Passanten, Messe-Besucher. Wenn wir wollen, dass sie mit uns kommunizieren (und das MÜSSEN wir wollen, weil sie sonst einfach an uns vorbei kommunizieren) müssen wir nicht groß und laut sein, sondern relevant und spannend. Will sagen: Sehr, sehr kreativ! Bei den letzten 3 Verleihungen hatte ich den Eindruck, dass der FAMAB Award diese jüngsten Entwicklungen unserer Branche nicht mehr anführt, sondern ihnen hinterherläuft. Diesmal, 2016, war es etwas anders.

Prämieren wir unsere schönsten Kühe oder unsere kreativsten Kommunikationslösungen?

Kategorien, Einreichungen, Besetzung und Entscheidungen der Juries: der FAMAB AWARD schwankt nach wie vor zwischen Leistungsschau der Branche und Kreativ-Wettbewerb. 2016 neigte sich die Waagschale, erstmals nach meiner Wahrnehmung, in Richtung Kreativ-Wettbewerb. Dies betraf sowohl die – rein statistisch –  deutlich gestiegene Kreativ-Kompetenz der sechsköpfigen Event-Jury, als auch deren Entscheidungen, die als durchaus  „geizig“ empfunden werden konnten. Von 13 Corporate Einreichungen nur 2 gute ???  Ich hab mir daraufhin alle Einreicher-Videos nochmal in Ruhe angeschaut und sehe es so: Gut waren fast alle eingereichten Corporate-Projekte. Manche  sogar großartig bzw. „beeindruckend“. Wirklich kreatives Neuland habe ich tatsächlich nur in den beiden ausgezeichneten Projekten entdeckt. Mit Neuland meine ich natürlich (!) nicht die irgendwie coole kreative Idee, sondern die überraschende Lösung eines Kommunikationsproblems.
treibhaus 0.8 wünscht den FAMAB Award Machern ein unverzagtes Vorwärts! Die Richtung stimmt.

Die Autorin:
BoE sensape scanner Annette Beyer ist studierte Theaterwissenschaftlerin,  freie Kreativ-Konzeptionerin sowie GF und Studienleiterin des treibhaus 0.8 – Bitte scrollen, da unten kommt noch was!

GALERIE 2016 – Der FAMAB AWARD und treibhaus 0.8

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treibhaus-Absolventinnen mit Apfel: linkes Bild Christin Buhse (r.) für die Charity-Aktion „Der Mann im Mond“, rechtes Bild Lina Richter (l.) für Range Rover, Pop-up Store Urban Jungle, beide VOSS+FISCHER

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Noch ohne Apfel, da erst seit 3 Stunden dabei: Neue treibhaus 0.8 Volontärinnen des aktuellen 9. Jahrgangs

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Zwei der „dienstältesten“ Partner-Agenturen des treibhaus 0.8 freuen sich über ihren Erfolg: Christoph Kirst (Bild links), stand 2016 mit insglück zum 10. Mal in Folge als Preisträger auf der FAMAB-Bühne, CD Frederik Nimmesgern (Bild rechts) holte mit Uniplan Corporate Gold.
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Ganz links ein treibhaus-Förderer der ersten Stunde, manche nennen ihn auch den „Paten“:  CD Stephan Schäfer-Mehdi ist unser Experte für Award-Einreichungen. Unser Dozent Volker Hagen (Bild rechts) holte zum zweiten Mal einen Apfel für seine interaktive Installation Don`t hide. Er lehrt am treibhaus „Markenerlebnisse in digitalen Zeiten.“

 

 

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