Archiv für den Monat: Januar 2017

treibhaus macht schlau – diesmal: Crashkurs Text

Idee und Sprache – Sprache und Idee:  Spontane 20 Minuten brauchte unser treibhaus-Team für dieses erotische Messestand-Konzept namens „Chateau Chocolat“

Sags einfach!
Das ist leichter gesagt als getan. Wenn es schon so schwer ist, seinen Sitznachbarn in nur einem Wort zu beschreiben, wie soll dann ein Wort ausreichen, um einer ganzen Idee gerecht zu werden? Bei der Entstehung einer Idee möchte man sie mit vielen schönen Wörtern füllen. Doch das ist der Knackpunkt. „Sag’s einfach!“ bat uns Michel Veidt von Federfrei und gab uns einen Nachmittag hilfreiche Tipps und Tricks, damit unsere Ideen auf einen Bierdeckel passen. Dabei probierten wir uns an Techniken, um neue Wortkreationen zu schaffen. Doch meistens schafften wir es nur, dass alle lachen mussten. Und somit war das Ziel erreicht, ein Wort genügt, um Welten zu öffnen und Emotionen hervorzurufen. So auch bei dem Wort Schokolade. Die Aufgabe bestand darin, ein Einwort-Messestand-Konzept für „Schoko“ zu entwickeln. Sofort kreisten die Gedanken und die Ideen sprudelten, bis sie schließlich in ein Messestandmodell aus Schokolade umgesetzt wurden. Die originellen und einzigartigen Ergebnisse zeugten von viel Motivation und toller Zusammenarbeit. Ohne ein Stückchen zu essen, machte uns die Schokolade glücklich. Danke an Michael, der uns damit angeregt hat, die Dinge manchmal anders zu betrachten, um weiter denken zu können, wodurch wir viele lustige Momente hatten.

Die Autorin:
Juliane Schweizer ist treibhaus-Volontärin bei East End Communications GmbH.

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treibhaus macht schlau – diesmal: Event-Inszenierung im Raum

Location-Check in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Inszeniert werden soll übungshalber eine fiktive Award-Verleihung plus Ausstellung, Buffet und Party mit 800 Gästen.

Marilyn, du stehst im Weg!

Ich werde schockgefrostet in meinem kurzen Rock, den ich mir extra für die Award Show gekauft habe. Hätte ich denn schon vor dem Eingang eine unauflösbare Traube erwartet? Einige der Gäste verziehen neben mir genervt das Gesicht. Was ist da vorn eigentlich los, dass sich die Masse so staut? Eine Frau neben mir schimpft resigniert: „Es reicht!“ und geht. Ich wähle stattdessen den radikaleren Weg und drängele mich nach vorn. Ein bisschen Menschenscooter hat ja noch keinem geschadet. Aber nicht jeder ist damit glücklich. „Ey!“, „Hinten anstellen!“ und „Unverschämt!“, ruft man mir nach. Als ich die Menschenspitze endlich erreiche, entdecke ich den Grund des Grauens: Marilyn Monroe – oder besser gesagt – ein Double von ihr. Verführerisch zieht sie unter dem windigen Luftschacht und vor der Sponsorenwand das weiße Kleid nach unten. Dabei wirft sie dem Fotografen einen kirschroten Kussmund zu. Kein Wunder, dass jeder ein Foto mit ihr will. Endlich schaffe ich es in das kleine, warme Foyer. An den Eingängen verteilen die Hostessen Sekt und Häppchen, sodass mich die nächste Massenansammlung erwartet. Ich muss seufzen – schon wieder kein Durchkommen. Als ich endlich den Saal erreiche, kann ich erleichtert aufatmen. Aber nur kurz, denn die Bouquets auf den runden Galatischen versperren mir den Blick zur Bühne. Auf meinem Stuhl muss ich meine Wirbelsäule bis zur Nackenstarre verdrehen. Und dann ist da noch der unerfahrene Redner, der fast von der Bühne fällt. Er malträtiert mein Gehör mit hochschrägen Verstärkungstönen. Wahrscheinlich hält er das Mikrofon zum ersten Mal in der Hand. Ich muss mich kneifen. Ist das wirklich echt? Spätestens jetzt nehme ich mir vor: Ich werde mich schnellstmöglich aus dem Schlamassel retten, sobald ich meinen Award in den Händen halte. Konfetti kann ich mir Zuhause besser zuwerfen.


Die Volontäre präsentieren dem Plenum ihre Ablaufkonzepte.

Lienhard Schäfer führt uns in seinem Workshop bildlich vor, wie man es eben nicht machen sollte. Dabei präsentiert er uns die ein oder andere goldene Himbeere der Eventgeschichte. Für uns heißt es dann: Aus den Worst Cases lernen und es selbst besser machen. Ein Ablaufkonzept für den FAMAB-Award muss her, das Besucherströme voraussagt und auf die historische Stadthalle in Wuppertal zugeschnitten ist. Die Führung durch die imposanten und geschichtsträchtigen Räume ist dabei inklusive.

Mein Fazit des Tages: Keine herausragende Idee ist gut genug, wenn sie im Raum nicht angemessen inszeniert wird. Dabei ist die Eventinszenierung im Raum kein Hexenwerk – viel Empathie, ein gesunder Menschenverstand und natürlich auch ein bisschen Erfahrung sind ein guter Anfang, um den Gästeflow vorauszuahnen und die beste Lösung zu finden. Eine Lösung, die die Menge nicht aus Verzweiflung, sondern vor Verzückung aufstöhnen lässt.

Die Autorin:
Laura Maria Rudolph, Volontärin bei VOK DAMS, will Marilyn einmal gebührend in Szene setzen. 
 

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treibhaus macht schlau – diesmal: Event-Konzeption powered by Design Thinking

Gute Event-Konzeption heißt: In einem strukturierten Denkprozess vom strategischen Kommunikationsziel zur kreativen Lösung kommen. Die Design Thinking Methodik funktioniert genau so.

Der rote Faden durchs Ideen-Labyrinth
 
Für ein gutes Konzept braucht es eine gute Idee. Vielleicht auch mehrere. Um diese dann gekonnt in ein Event-Konzept umzusetzen, fährt man am besten mit einer Strategie.
Die Gastdozenten Elsa Wormeck (Core:Create) und Ingmar Hendrix (CB.e) kredenzten uns am zweiten Treibhaus-Wochenende in der Berliner Agentur CB.e schmackhafte Konzepte. Nach einem üppigen Input genialer Ideen, emotionaler Events und überwältigende Inszenierung rauchte es gewaltig in unseren Köpfen.
Wir hatten Appetit bekommen: auf schmackhafte Konzepte.
 
Seit Beginn des Volontariats mit Besuchen in Stuttgart und Berlin erarbeiteten wir uns eine Methodik, welche dem Prozess des Design Thinking gleich kommt und als Trial and Error zu beschreiben wäre. Ausgehend von einem fiktiven Briefing übten wir uns seitdem im strategischen Konzipieren. Wer ist der Kunde? Was will der Kunde? Und was will der Kunde eigentlich kommunizieren? Um uns nicht ganz im Labyrinth der Ideen zu verlieren, sponnen wir uns einen roten Faden, der uns letzen Endes zu einem genialen Konzept führen sollte. Nach dem gründlichen Lesen des Briefings, folgte das Notieren der wesentlichen Fakten und das „Zwischen-den-Zeilen-Lesen“. Hier begann die eigentliche Arbeit. Ein Kommunikationsziel muss ausgearbeitet werden. Pause. Bei Kaffee, Pizza und Plätzchen zogen wir Bilanz. Die Zwischenergebnisse fielen so bunt aus wie der vor uns liegende Weihnachtsteller. Erste Erkenntnisse erreichten uns: Kommunikationsziele können je nach Schwerpunkt der Recherche und der gesammelten Ideen sehr unterschiedlich ausfallen.
In den kommenden Workshops werden wir erfahren, wie wir mit Hilfe unseres roten Fadens und den passenden Event-Bausteinen zu genialen Inszenierungen kommen werden.

Die Autorin:
Eva Thinius, studierte Mediengestalterin und Medienarchitektin aus Berlin, ist seit November 2016 Volontärin der Kreativ-Konzeption bei OCCASEO in Leipzig.    

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treibhaus bringt Ruhm und Ehre – diesmal den doppelten INA award

 

treibhaus-Absolventen und INA Award Gewinner: Sina Weimert + Andreas Koch. Beide absolvierten 2016 ihr Volontariat bei der Frankfurter Agentur Voss+Fischer.

treibhaus holt 2x INA-Metall
Am 1. August 2016 fiel der Startschuss für ein spektakuläres Rennen um den 12. Internationalen Nachwuchs Event Award – kurz INA-Award. Junge Konzeptioner aus ganz Deutschland gingen an den Start und stellten sich dem fiktiven Briefing der Kölner Agentur MATT CIRCUS. Darunter auch die zwei Treibhaus-Absolventen Sina Weimert und Andreas Koch aus dem Frankfurter Trainingslager VOSS+FISCHER.

Auf dem E-Bike
Die Aufgabe der diesjährigen Tour d’INA: Individuell gestaltbare E-Bikes sollten einer stilbewussten und modernen Zielgruppe als neues Status-Symbol im urbanen Raum verkauft werden. Dabei mussten die vier Etappen Pressekonferenz, Roadshow, Shop-Eröffnungen und Guerilla-Maßnahmen zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammengeschweißt werden.

Auf der Zielgeraden
Die Strecke hielt einige Hindernisse für die talentierten Fahrer bereit. Sie durften sich nicht durch die vielen Einzelheiten vom Weg abbringen lassen, sondern mussten ihrem roten Faden folgen. Neben Kostenkalkulation und Zeitplan war auch ein Einreichungsvideo gefordert, was dem ein oder anderen Fahrer noch einen gewaltigen Schlussspurt einbrachte.

Auf dem Siegertreppchen
Am 9. November 2016 schafften es dann auch die letzten Konzepte gerade so über die Ziellinie. Eine sechsköpfige Fachjury bewertete das jeweilige Gesamtpaket aus Idee, Konzept, Umsetzbarkeit und Präsentation. Bei der Preisverleihung am 18. Januar 2017 auf der Best of Event in Dortmund wurden die drei Gewinner gekürt: Sina Weimert darf sich das goldene Trikot überstreifen und Andreas Koch hat Bronze geholt. Zwei Auszeichnungen für den Treibhaus-Jahrgang 2015/16!

Stani Tellow aka Andreas Koch ist Treibhaus-Absolvent aus dem 8. Jahrgang und freier Texter & Konzeptioner für Storytelling

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treibhaus macht schlau – diesmal Corporate Design im Raum

Ingmar Hendrix, Kreativchef für 3D der Berliner Agentur CB.e, erklärt den treibhaus-Volontären, wie man ein zweidimensionales Corporate Design in die dritte Dimension transferiert.

DER TEUFEL STECKT IM DETAIL.
Besonders, wenn es um ein ungewöhnliches Corporate Design-Element geht: ein glänzender Metallschriftzug auf matt gebürstetem Metall, silbern. Es sieht sehr gut aus.
Doch was passiert, wenn dieses Logo auf einer Großveranstaltung zum Hauptelement einer Bühne wird? Der Ort, an dem sich alle Scheinwerfer bündeln und der die Aufmerksamkeit aller Besucher auf sich zieht.
Was in 2 D sehr gut funktioniert, gleicht bei einer räumlichen Inszenierung beinahe einer Spiegeloberfläche. Nicht alle Corporate Design-Elemente bestehen in Folgeumsetzungen sofort den Feldtest. Sonst wäre die Arbeit für Kreative auch viel zu leicht.
Natürlich fand das CB.e Team von Ingmar Hendrix eine Lösung: Sie schufen eine Illusion. Dafür übersetzte ein Programmierer die Metalltöne in eine digitale Farbe. Projiziert wirkte der Metallton am Ende beeindruckend echt.
 

Die Autorin:
Julia Knabbe ist für ihr treibhaus-Jahr bei Avantgarde in München.

 

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