Archiv für den Monat: Juli 2017

treibhaus macht schlau – diesmal: Storytelling im Raum

Foto: Onliveline
Live heißt: Die Story passiert im Raum. Wo sonst? Die Inszenierung „Energiesee“ für Fraunhofer brachte Gold-Awards beim ADC und beim FAMAB. Nicht nur weil sie schön war, sondern vor allem, weil sie stimmte!

Raum und Story – begehbare Geschichten
Welche Potenziale ein Raum innehat und wie man diese mit einer Story herauskitzelt, erzählte uns Petra Lammers, Konzeptionerin, Regisseurin und Geschäftsführerin bei onliveline – Büro für Konzeption & Inszenierung in Köln, während ihres Workshops „Inszenierungskonzeption“ am treibhaus-Wochenende in Frankfurt am Main.
Kommunikation auf verschiedenen Ebenen schaffen
In der Live-Kommunikation geht es uns Konzeptionern um die Botschaft – die Story. Sie wird während des Events erzählt und im besten Fall von den Teilnehmern erlebt. Ebenso wie die Story, ist der Raum ebenso eine Kommunikationsebene und kann viele Informationen in sich tragen und vermitteln. Was ist die Essenz des Raums? Was kann und muss der Raum von sich erzählen? Weiterlesen

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treibhaus kommt rum – diesmal: Lichterfahrt auf dem Main

Eine Schifffahrt, die ist lustig
Was ich am Konzeptionerjob so mag? Dass wir auch dann noch arbeiten, wenn wir eigentlich Urlaub machen oder unseren Hobbys nachgehen. Kulturveranstaltungen sind fester Bestandteil im Treibhausprogramm und immer wieder ein Highlight. Wenn ich sie mit etwas vergleichen müsste, dann wäre das eine Kombination aus Gourmetessen und Varieté. Denn hier gibt sich der gastgebende Volontär alle Mühe, die schmackhaftesten Delikatessen aus der reichen Kulturkarte seiner Stadt für uns herauszusuchen und uns so einen 100% exklusiven und inspirierenden Nachgang zu liefern. Und gleichzeitig haben wir den ungefilterten Blick auf das Publikum, das sich feudal großzügig vor uns zur Schau stellt. Für Konzeptioner sind diese Veranstaltungen wie ein Fünfer im Lotto: ein ungefilterter Blick hinter die Fassaden der Zielgruppen, mit denen wir und für die wir täglich arbeiten. Diese Veranstaltungen zeigen, was funktioniert und was nicht.

Treibhaus-Wochenende Nummer 9, Frankfurt am Main, eiserner Steg, 21.45 Uhr. Wir schreiben einen herrlich lauen Sommerabend im Juli. Das Treibhaus trifft sich mit Johann Wolfgang von Goethe. Oder besser gesagt, seinem Schiff.
Anstehen für Johann Wolfgang von Goethe
Wir wollen etwas über das Lichtbeleuchtungskonzept der Stadt Frankfurt erfahren. Weiterlesen

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treibhaus kommt rum – diesmal: Das Geldmuseum in Frankfurt

Sehr empfehlenswert! sagt das treibhaus 0.8 zur aufwendig überarbeiteten Ausstellung des Geldmuseums der Bundesbank in Frankfurt am Main. 
Was ist Geld?
Eine Antwort in 360°
Ein Flughafen, eine Messe und unzählige Banken. Das verbindet wohl jeder mit Frankfurt am Main. Auch noch die Bundesbank. Doch das Geldmuseum?
Eine große Unbekannte. Zu Unrecht!
Das stellten wir bei einem Besuch im Geldmuseum der Bundesbank fest. Unsere Erwartung: angestaubte Exponate, ein paar alte Münzen und Scheine. Dröge, ellenlange Texte zu unspektakulär in den Raum gestellten Exponaten. Doch wir haben uns getäuscht! Und werfen bereits nach den ersten Schritten unsere Vorurteile über Board. Geld stinkt nicht und ist auch nicht langweilig.

Das beweist die von Milla & Partner konzipierte Ausstellung unter der Leitfrage: Was ist Geld?
Das Museum ist eine Antwort, aber viel mehr eine Einladung zum Entdecken, Spielen und Interagieren. Haptisch, visuell wie akustisch. Mit Touchscreens, Soundduschen, prägnanten Texten und Informationen zum Anfassen. Hier zeigt sich, wie verschiedene Tools ineinandergreifen und ein Thema erlebbar machen. Für Erwachsene und Kinder.
Der Einstieg ins Thema ist leicht – vom alltäglichen Umgang mit Geld führt uns die Ausstellung durch die Lebensräume des Geldes. Abstraktes wird konkret und komplexes vereinfacht. Wie?

Ob eine Infografik in Form von Milchtüten, ein Labor mit gefälschten Banknoten, eine Bankangestellte, die einen zum Beratungsgespräch winkt, ein Kioskverkäufer, der über den Euro plaudert oder Rechenaufgaben, die man mit Hilfe eines historischen Rechenschiebers am Touchpad löst. Hier gibt es viel mehr zu entdecken. Ich bin so sehr auf Interaktionskurs, dass ich fast enttäuscht bin, als sich der Deckel von einem Topf, der auf dem Ofen der Inflation steht, nicht öffnen lässt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung und aus allen vier Themenräumen erreichbar: das 360° Kino. Unser Highlight und das Herzstück der Ausstellung. Hier tauchen wir ein in die Welt des Geldes mit Filme zu Orten, Trambildern und Menschen. Wir sitzen mittendrin, statt frontal beschallt zu werden: Im Zentrum eines prasselnden Geldregens, im Flug durch einen bunten Containerhafen oder zwischen den Stühlen einer divergenten Talkrunde. Automatisch verfolgen wir das Geschehen, gebannt recken wir die Hälse und drehen uns selbst um 360°, um ja keinen Eindruck zu verpassen.
Unser Fazit: Eine rundum gelungene Ausstellung und eine klare Empfehlung sie selbst einmal zu besuchen. Der Eintritt ist übrigens frei!
Die Autorin:
 Vanessa Peral studierte Deutsche Sprache und Literatur / Berufsorientierte Linguistik im interkulturellen Kontext und ist zurzeit Konzeptionsvolontärin bei CB.e in Berlin.

 

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