Archiv des Autors: annettebeyer

treibhaus macht schlau – diesmal: Event-Konzeption meets Design Thinking

Der User steht im Zentrum – beim Design-Thinking, bei Social Media und in der Live-Kommunikation. Passt. 

Das wird spannend, Piet!
„Betriebsrente für Berufseinsteiger live erlebbar machen“, lautet unser erstes Briefing im Auftakt-Workshop „Event-Konzeption powered by Design Thinking“. Hochmotiviert starten wir unter der Leitung von treibhaus 0.8-Gründerin Annette Beyer in den Räumen der Berliner Agentur CB.e in die Teamarbeit. Natürlich haben wir alle schon mindestens eine Idee im Kopf. Doch schnell stellen wir fest: Die Aufgabe ist harter Tobak, denn was ist eigentlich das Kommunikationsziel? Wie wird so ein trockenes Thema spannend? Was genau wollen wir erreichen? Und bei wem überhaupt? Denn da ist ja noch Piet. Piet? Fiktiver Repräsentant unserer Zielgruppe, 25 Jahre alt, Millennial, digital Native, reist viel, weiß viel, schmeißt viel mit seinem ersten Gehalt um sich. Piet denkt an vieles, nur nicht an Betriebsrente. Und genau ihn müssen wir für das Thema gewinnen! Wir brauchen eine Strategie!
  Sieht mühsam aus, ist unvermeidlich und kann sogar Spaß machen: die Strategie

Jetzt geht es ans Konzeptioner-Handwerk. Die richtigen Fragen zu stellen, das Thema und die Aufgabe wirklich zu verstehen, ist gar nicht so einfach. Wir lernen, bei der Zielgruppe so genau hinzusehen, dass wir ihre Bedürfnisse fast besser kennen, als sie selbst. So erarbeiten wir uns mit Hilfe der Design Thinking Methode und geballtem Teamwissen eine zielgerichtete, lösungsorientierte Strategie, die den Teilnehmer in den Mittelpunkt stellt. So präzise und simpel, dass sie uns am Ende des zweitägigen Workshops zu DER Idee führt. Und diese Idee hat fast nichts mehr mit der ursprünglichen zu tun – sie ist viel besser! Sie passt auf eine Streichholzschachtel und ist die perfekte Grundlage für den nächsten Teil des Workshops. In dem lernen wir dann, wie unsere Super-Idee zu einer erlebbaren Gesamtinszenierung wächst – das wird spannend, Piet!

Die Autorin:
Irene Menke studierte Event-Management & Entertainment. Sie ist zurzeit Konzeptionsvolontärin bei der Agentur CB.e in Berlin.

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treibhaus macht schlau – diesmal: Musik in der Konzeption

Bild: CC0 pubic domain
Musik – die Sprache, die jeder versteht. Stimmt nicht!  Spätestens seit dem Aufkommen der Pop-Musik hat Jede Generation ihren eigenen musikalischen Code.

Musik –  Secret Weapon der Event-Konzeption
Das Highlight des ersten treibhaus 0.8-Tages stellte für viele der spannende Vortrag des Kreativdirektors Domez Dombrowski aus dem Hause CB.e dar: „Musik in der Konzeption oder wie du mit Wissen über Popkultur deine Zielgruppe abholen kannst.“ Eine Reise durch Musik-Generationen und deren soziokulturelle sowie politische Prägungen, von den 50ern bis heute. In der Live-Kommunikation gilt Musik gewiss als „Secret Weapon“, denn jeder Mensch verknüpft den einen Sound aus der Jugend mit dem einen besonderen Moment. Egal ob es der erste Kuss zu den Beatles in den 60ern war, oder die erste wilde Party mit David Bowie in den 70ern, emotionale Momente werden durch Musik wieder zum Leben erweckt. Aufgabe der Konzeptioner ist es, die Menschen dort abzuholen, wo sie emotional greifbar sind. Nur mit dem richtigen Vorwissen können Emotionen einer Zielgruppe gezielt getriggert werden. Durch den Einsatz der richtigen Musik können demnach auch die kleinsten Aktionen emotional aufgeladen werden und die Menschen berührt werden, die wir berühren wollen.  Die neuen Treibhäusler hat der Kreativdirektor von CB.e ganz bestimmt berührt und emotional positiv auf das erste Workshop-Wochenende sowie das bevorstehende Volontariats-Jahr eingestimmt.

Die Autorin:
Clarissa Elisa Walter absolvierte ihren Bachelor of Arts in Mehrsprachiger Kommunikation. Seit November ist sie Volontärin bei der Agentur DO IT! in Düsseldorf.

 
 
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treibhaus macht Spaß – diesmal: moodboards

Mit einem Moodboard kann man sich an fast alles heranpirschen: an ein Thema, an eine Idee – und an die eigene Persönlichkeit. Analog produziert machen Moodboards besonders viel Spaß.


Der 10. Jahrgang startet durch
Der Startschuss für den 10. Jahrgang des Treibhaus 0.8 wurde letzten Freitag in Berlin abgefeuert. Gleich neun angehende Konzeptioner trafen sich in den großzügigen Räumen der Agentur CB.e in Berlin, um gemeinsam in ein einjähriges Kreativabenteuer zu starten. Unter Anleitung des treibhaus-Absolventen und Junior Konzeptioners Jimmy-Can Taymus gestalteten die neuen Treibhäusler erste Moodboards, die nicht nur persönliche Inspirationsquellen aufzeigen sollten, sondern auch die so diversen Werdegänge der kreativen Horde. So sieht er aus, der 10. Jahrgang am treibhaus 0.8:  9 Moodboards von 9 höchst kreativen Persönlichkeiten

Fotos: CB.e  – Text: Clarissa Walter

 

 

 

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treibhaus macht schlau – diesmal: Eventformate

  Profis arbeiten mit unterschiedlichen Eventformaten, je nach Zielgruppe und Auftraggeber. Party kann,  muss aber nicht. 
Fäden finden
Wir begeben uns mit dem Fahrstuhl auf die Reise in einen Wald und benutzen einen Holzklotz als Zahnersatz. Christiane Frohne gibt Kreativtrainings, deren Luft wir zu Beginn des Workshops zu Event Formaten schnuppern dürfen. Sie ist Kreativdirektorin, Konzeptionerin, Texterin und seit 18 Jahren in der Eventbranche tätig. Frohne hat für namhafte Agenturen und Unternehmen, aber auch für öffentliche und private Institutionen gearbeitet.

Event Formate sind nicht einfach zu definieren. Welche Linien können gezogen werden? Anhand von zwei einfachen Fragen lässt sich erste Klarheit schaffen. Hier folgen wir Ulrich Wünsch:

– Wer zahlt?
– Wer kommt?

Anhand dieser Axiome können wir sagen, dass Corporate Events meist nur einer zahlt und Public Events viele oder alle. Bei reinen Corporate Events sind die Gäste einzeln gewählt, bei Public Events können prinzipiell alle kommen. Natürlich gibt es auch Mischformen wie Brandstores, die als Public Private Events möglichst vielen Personen zugänglich sein sollen oder öffentlich finanzierte Events, die nur ausgewählte Teilnehmer haben.

Nächster Workshop-Teil – andere Herangehensweise: Wir gehen von der Praxis aus, brainstormen so viele unterschiedliche Formate wie möglich und befragten die Ergebnisse nach den bereits kennengelernten Punkten.

Um noch mehr über die verbreiteten Event-Formate zu erfahren, widmen wir uns den Wettbewerbskategorien des FAMAB Awards. Fast jährlich ändern sich diese. Der Faden ist auch hier schwierig auszumachen und fungiert eher als Richtungsvektor. Allerdings: 2016 lässt sich der Großteil nach Teilnehmern filtern:
– Best Corporate Events
– Best Employee Events
– Best Public / Consumer Events
– Best Charity / Social / Cultural Events
– Best Ambiente / Guerilla / Buzz Events
Einzig die Kategorie “Best Celebration” nimmt nicht die Teilnehmer als Unterscheidungsmerkmal. Hier wird vom Anlass ausgegangen.

Es folgt Gruppenarbeit. Wir teilen uns nach spontan gewählten Eventformaten auf: Jubiläum, Product Launch und Employee Event. Also zweimal nach Anlass, einmal nach Teilnehmern. Anhand dieser drei Beispiele beschäftigen wir uns genauer mit den Eigenschaften der einzelnen Formate und analysieren sie nach folgenden Aspekten:
– Ziel
– Zielgruppe
– Welche Fragen müssen gestellt werden?
– Besondere Herausforderungen
– Setting/Kontexte
– Typische Merkmale/Beispiele
– Zusammenfassung als Mood/Bild/Grafik etc.

Bei der Reflektion unserer Ergebnisse wird klar, dass die Formate nicht 100 % trennscharf eingeteilt werden können. Hier Ausschnitte unserer Ergebnisse:
Bei Employee Events dreht sich alles um den Menschen:

Beim Product Launch muss entfranst werden:

Die Jubiläumsgruppe exerziert durch:

Ergebnis: Auch wenn wir uns eher mit dem Aufdröseln des Fadens beschäftigt haben, konnten wir in Workshop-Atmosphäre Trennschärfe entwickeln. Eine Frage bleibt, die nach der Schreibweise: Event Format, Event-Format oder Eventformat?

Der Autor:
Paul Zürker absolvierte den Diplomstudiengang Illustration und Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg. Er ist derzeit Volontär bei federfrei in Köln.

 

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treibhaus macht schlau – diesmal: Storytelling im Raum

Foto: Onliveline
Live heißt: Die Story passiert im Raum. Wo sonst? Die Inszenierung „Energiesee“ für Fraunhofer brachte Gold-Awards beim ADC und beim FAMAB. Nicht nur weil sie schön war, sondern vor allem, weil sie stimmte!

Raum und Story – begehbare Geschichten
Welche Potenziale ein Raum innehat und wie man diese mit einer Story herauskitzelt, erzählte uns Petra Lammers, Konzeptionerin, Regisseurin und Geschäftsführerin bei onliveline – Büro für Konzeption & Inszenierung in Köln, während ihres Workshops „Inszenierungskonzeption“ am treibhaus-Wochenende in Frankfurt am Main.
Kommunikation auf verschiedenen Ebenen schaffen
In der Live-Kommunikation geht es uns Konzeptionern um die Botschaft – die Story. Sie wird während des Events erzählt und im besten Fall von den Teilnehmern erlebt. Ebenso wie die Story, ist der Raum ebenso eine Kommunikationsebene und kann viele Informationen in sich tragen und vermitteln. Was ist die Essenz des Raums? Was kann und muss der Raum von sich erzählen? Weiterlesen

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