Archiv der Kategorie: 8. Jahrgang

treibhaus bringt Ruhm und Ehre – diesmal den doppelten INA award

treibhaus-Absolventen und INA Award Gewinner: Sina Weimert + Andreas Koch. Beide absolvierten 2016 ihr Volontariat bei der Frankfurter Agentur Voss+Fischer.

treibhaus holt 2x INA-Metall
Am 1. August 2016 fiel der Startschuss für ein spektakuläres Rennen um den 12. Internationalen Nachwuchs Event Award – kurz INA-Award. Junge Konzeptioner aus ganz Deutschland gingen an den Start und stellten sich dem fiktiven Briefing der Kölner Agentur MATT CIRCUS. Darunter auch die zwei Treibhaus-Absolventen Sina Weimert und Andreas Koch aus dem Frankfurter Trainingslager VOSS+FISCHER.

Auf dem E-Bike
Die Aufgabe der diesjährigen Tour d’INA: Individuell gestaltbare E-Bikes sollten einer stilbewussten und modernen Zielgruppe als neues Status-Symbol im urbanen Raum verkauft werden. Dabei mussten die vier Etappen Pressekonferenz, Roadshow, Shop-Eröffnungen und Guerilla-Maßnahmen zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammengeschweißt werden.

Auf der Zielgeraden
Die Strecke hielt einige Hindernisse für die talentierten Fahrer bereit. Sie durften sich nicht durch die vielen Einzelheiten vom Weg abbringen lassen, sondern mussten ihrem roten Faden folgen. Neben Kostenkalkulation und Zeitplan war auch ein Einreichungsvideo gefordert, was dem ein oder anderen Fahrer noch einen gewaltigen Schlussspurt einbrachte.

Auf dem Siegertreppchen
Am 9. November 2016 schafften es dann auch die letzten Konzepte gerade so über die Ziellinie. Eine sechsköpfige Fachjury bewertete das jeweilige Gesamtpaket aus Idee, Konzept, Umsetzbarkeit und Präsentation. Bei der Preisverleihung am 18. Januar 2017 auf der Best of Event in Dortmund wurden die drei Gewinner gekürt: Sina Weimert darf sich das goldene Trikot überstreifen und Andreas Koch hat Bronze geholt. Zwei Auszeichnungen für den Treibhaus-Jahrgang 2015/16!

Stani Tellow aka Andreas Koch ist Treibhaus-Absolvent aus dem 8. Jahrgang und freier Texter & Konzeptioner für Storytelling

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treibhaus kommt rum – diesmal das Ars Eletronica Festival in Linz, part 4

Das Ars Electronica Festival ist das international bedeutendste Festival der digitalen Kunst. Es präsentiert Trends und Zukunftsvisionen in enger Verbindung zu gesellschaftlichen Fragen. Die Besucher erleben Raum-Installationen, künstlerische Interventionen, Konzerte, Performances, Labor-Experimente, Workshops und Diskussionsforen. Die Ars Electronica findet jährlich im österreichischen Linz statt.  treibhaus 0.8-Studis stellen ihre Favoriten vor.

Denitsa Ruseva, Konzeptionsvolontärin bei Concept X in Rheine:

DIE HIPSTER-BAR
Wenn du dich als echten Hipster bezeichnest, musst du unbedingt an der Hipster Bar prüfen, ob das stimmt. Die Installation des Künstlers Max Dovey verwendet einen Computeralgorithmus, der dein Outfit mit Tausenden von Instagram Fotos mit dem #hipster vergleicht. Wenn die Kennzeichen zu 90 % übereinstimmen, dann ist für dich der Weg zur Hipster Bar frei – eine Schranke geht hoch und du bekommt umsonst ein Bier. Der Spaß ist garantiert.

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treibhaus kommt rum – diesmal: das Ars Electronica Festival in Linz, part 3

Das Ars Electronica Festival ist das international bedeutendste Festival der digitalen Kunst. Es präsentiert Trends und Zukunftsvisionen in enger Verbindung zu gesellschaftlichen Fragen. Die Besucher erleben Raum-Installationen, künstlerische Interventionen, Konzerte, Performances, Labor-Experimente, Workshops und Diskussionsforen. Die Ars Electronica findet jährlich im österreichischen Linz statt.  treibhaus 0.8-Studis stellen ihre Favoriten vor.

Sarah Többen, Volontärin für Konzeption/Kreation bei pro event live-communication in Heidelberg:

BLACK HOLE HORIZON
Digitalisierung. Komplexe Dinge werden auf einmal ganz einfach. Bei neuen technologischen
Entwicklungen kann ich mittlerweile mit meinen Augen schreiben, ohne zu wissen, wie die
Technik dahinter funktioniert. Musik entwickelte sich vom Spielen realer Instrumente hin zu
einer unendlichen Möglichkeit, Kompositionen zu gestalten. Dazu müssen wir nicht wissen, wo
oder wie die Töne entstanden sind, es reicht ein Mausklick.
Genau deshalb gefällt mir die Installation von Thom Kubli so gut. Ein digitaler Sound, der durch
ein schwarzes Loch, in Gestalt von Drucklufthörnern, Seifenblasen entstehen lässt. Eine
Installation, die den Tönen dadurch eine neue physische Gestalt gibt, ohne dabei auf den
Ursprung des Sounds einzugehen. Eine Besinnung auf etwas, was verloren ging, wirklich schön
inszeniert.

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treibhaus kommt rum – diesmal beim Ars Electronica Festival in Linz, part 2

Ars Electronica 2016: Schauspieler, Autor und Regisseur Pao-Chang Tsai während seiner Performance Solo Date. © Pao-Chang Tsai
 

PERFORMANCE
Solo Date von Pao-Chang Tsai
Die Performance Solo Date spielt in der nahen Zukunft und untersucht die Interaktion zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Dabei wirft Solo Date philosophische Fragen über menschliche Emotion, Existenz und Einsamkeit auf. Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird hier neu definiert. Die Bühne: Ein transparenter, von LEDs beleuchteter Würfel. Ein Set Design von Yu-Han Huang. Als Hauptdarsteller, Autor und Regisseur seiner ersten Solo Performance nimmt Pao-Chang Tsai das Publikum mit auf die Suche nach einer verlorenen Liebe. In diesem Zusammenhang werden die Themen Treue und Eifersucht im Zeitalter von Online-Dating behandelt. Als einziger Schauspieler, auf der Bühne, interagiert Pao-Chang Tsai mit Visualisierungen des Designers Ethan Wang.

Solo Date wird unter anderem vom Ministerium für Kultur Taiwan unterstützt.
Der Autor:
Foto_Jimmy-Can Taymus Jimmy-Can Taymus, Volontär bei CB.e, Berlin

 

 

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treibhaus kommt rum – diesmal „STAR WARS™ Identities: Die Ausstellung“ in München

„Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis …“
Einsatz Logo. STAR WARS.
Einsatz Titelmelodie.
„Duuh Duuh da da da Duuh Duuh da da da Duuh Duuh dun-dun-dun-duuuuh …“
Willkommen zu „STAR WARS™ Identities: Die Ausstellung“.

Welche Mächte formen dich?
Ursprung. Einflüsse. Entscheidungen. Du hast die Wahl. Gestalte deinen eigenen Star Wars-Charakter!
Was für ein Wesen bist du? Woher stammst du? Welche Tradition hat dein Volk? Welche Werte vertrittst du? Wer ist dein Vorbild? Wer sind deine Verbündeten? Ist die Macht mit dir? Gut oder böse?
 Bild1
Alle Entscheidungen werden während des Ausstellungsbesuches auf einem RFID-Armband festgehalten. Somit steht der Besucher selbst im Mittelpunkt der Ausstellung. Er erlebt den Ausstellungsbesuch als eine interaktive Reise. Zum Schluss der Ausstellung kann jeder mit einem eigens kreierten Star Wars-Helden nach Hause gehen. Bild2
STAR WARS Identities ist somit nicht nur eine Ausstellung über die legendäre Sternensaga, sondern auch eine Studie über Identität. Ein Expertenteam aus Psychologen, Neuropsychologen, Biochemikern und Genetikern war am Ausstellungskonzept beteiligt. Dabei sind für das Storytelling drei Themengebiete entstanden: Ursprung, Einflüsse und Entscheidungen. Diese prägen die Identität aller denkenden Wesen. Innerhalb dieser drei Themengebiete untersucht die Ausstellung insgesamt zehn Komponenten von Identität. Zehn Stationen. Zehn Entscheidungen.
Bild3 
Die Themengebiete bilden im Zusammenhang mit ihren Komponenten das Rückgrat der Ausstellung: Die Komplexität menschlicher Identität – in der Realität sowie in der Fiktion. Originale Ausstellungsstücke beleuchten jede dieser Komponenten. Kurze „Making-of“-Filme liefern gleichzeitig Hintergrundinformationen zu den legendären Star Wars-Figuren und ihrer Entwicklung. Sie zeigen, wie sie zu jenen Ikonen wurden, die sie heute sind.
Die Sammlung zeigt rund 200 Ausstellungsstücke aus dem Lucas Museum of Narrative Art. Sie umfasst Requisiten, Modelle, Kostüme und Kunstwerke. STAR WARS Identities zeigt Originalobjekte aus dem gesamten Star Wars-Universum. Bild4
Star Wars-Schöpfer George Lucas über die interaktive Ausstellung: „Da Star Wars in einer Fantasy-Welt stattfindet, müssen die Charaktere so greifbar gestaltet sein, dass sich die
Besucher und Cineasten mit ihnen identifizieren können. Diese legendären Persönlichkeiten haben genauso Freunde, Feinde, Werte und Überzeugungen wie wir. Die Ausstellung untersucht, was wir mit Star Wars-Charakteren gemeinsam haben und was unsere individuelle Identität ausmacht.“ George Lucas, Schöpfer von Star Wars.

Die Wanderausstellung gastiert noch bis zum 17. Oktober in der Kleinen Olympiahalle in München – letztmals in Deutschland.
Möge die Macht mit euch sein!
 
Der Autor:
Foto_Jimmy-Can Taymus Jimmy-Can Taymus hat einen Bachelor of Arts in Journalistik und ist derzeit Volontär als Kreativ-Konzeptioner bei „CB.e AG agentur für kommunikation“ in Berlin.

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treibhaus macht schlau – diesmal: Diskussionsformate

Opening Session eines Barcamps – eins von vielen innovativen Diskussionsformaten, die in jungen Communities entwickelt wurden und zunehmend von etablierten Unternehmen adaptiert werden.

Mitteilen, Verstehen und gemeinsam Lösungen finden

Kommunikation bedeutet nicht nur, mithilfe von Sprache und Gestik sich mitzuteilen. Es geht auch darum, den anderen zu verstehen und selbst verstanden zu werden. Um Kommunikation bei Veranstaltungen zu fördern, gab uns Eva Heid von der Agentur Pro Event einen kurzen Überblick über bewährte Diskussionsformate. In diesem Blogeintrag stelle ich 6 Formate vor.

Barcamp (ein- oder mehrtägig):
Barcamp2
Barcamps unterscheiden sich von klassischen Konferenzen. Es gibt keine feste Planung im Vorfeld, keine festen Redner[1], keine Einladungen und kein festgelegtes übergreifendes Thema. Teilnehmer, die eine Diskussionsrunde leiten oder einen Vortrag halten, stellen ihr Thema vor.  Die Zahl der Interessenten wird per Aufzeigen ermittelt und sie werden einem freien Raum zugewiesen. Sessions sind in der Regel 30 Minuten lang, werden aufgezeichnet und protokolliert.[2]

World Café (12 bis 2000 Teilnehmer, eintägig)
World Cafe
Vier bis maximal sechs Teilnehmer finden sich im Raum verteilt an kleinen Tischen zusammen. Die Tische sind mit weißen, beschreibbaren “Papiertischdecken” und Stiften ausgestattet. Während der Tischdiskussionen zu bestimmten Fragestellungen entstehen eine Vielzahl von Ideen und Erkenntnissen. Diese werden auf den Tisch geschrieben. Ein fester Moderator am Tisch erläutert die Fragestellung und weist auf die Verhaltensregeln hin. Ziel ist es, möglichst alle Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. Nach 15-30 Minuten werden die Gruppen gemischt und es wird an einem anderen Tisch weiterdiskutiert. Die Dauer eines World-Cafés beträgt zwischen 45 Minuten und drei Stunden und wird mit einer Reflexionsphase beendet.

Pecha Kucha
Pecha Kucha
Pecha Kucha ist eine spezielle Vortragstechnik, bei der Folienanzahl und Zeit fest vorgegeben sind. Die Anzahl der Slides liegt bei 20 Stück, welche jeweils maximal 20 Sekunden lang angezeigt werden. Mehrere Vorträge hintereinander werden in sogenannten Pecha Kucha Nights (PKN) vorgetragen. Die Konzentration auf das Wesentliche steht im Vordergrund.[3]

Open Space (50 bis 2000 Teilnehmer, mehrtägig):
Open Space
Opens Space ist eine Methode der Großgruppenmoderation. Ein Moderator führt in ein übergreifendes Thema ein. Daraufhin können alle Teilnehmenden ihr Anliegen einbringen. Anliegen sind Themen, die “unter den Nägeln brennen”.  Auf einer großen Wand werden diese gesammelt und verfügbaren Räumen und Zeiten zugeordnet. Die Gruppenphase ist selbstorganisiert. Teilnehmer können die Diskussionsrunde jederzeit verlassen und in eine andere einsteigen. Die Dauer sind in der Regel 2,5 Tage. Am letzten Tag werden die Ergebnisse gesammelt und ausgewertet.[4]

Fishbowl (stündlich bis eintägig):
FishBowl
Teilnehmer sitzen in einem großen Kreis (Außenkreis) um eine kleine Gruppe von Stühlen in der Mitte (Innenkreis). Im Innenkreis (im „Goldfisch-Glas“) wird über das Thema diskutiert. Die Mitglieder aus dem Außenkreis können jederzeit an der Diskussion teilnehmen, indem sie sich auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen. Jeder bleibt nur so lange sitzen, wie er etwas zu sagen hat. Ist kein Stuhl frei, dürfen Teilnehmer auch Mitglieder des Innenkreises „abklopfen“. Diese sollten daraufhin ihren Satz fertig sprechen und Platz für den Teilnehmer aus dem Außenkreis machen.
Vorteil der Fishbowl-Methode ist es, dass Mitglieder, die sonst in einer großen Gruppe nicht zu Wort kommen, jederzeit ihre Meinung äußern und aktiv mitdiskutieren können.[5]

TEDx
TEDx

TED ist ursprünglich eine alljährliche Innovations-Konferenz in Kalifornien. Seit 2009 ermöglicht die TED auch unabhängigen Organisatoren, eigene Konferenzen unter dem Namen TEDx zu veranstalten. Unter dem Motto „ideas worth spreading“ („Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden“) haben Vortragende 18 Minuten Zeit, ihre Idee emotional, persönlich und ansprechend zu präsentieren. Die Vorträge werden aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht. Die Sprecher reichen von Wissenschaftlern über Unternehmen, Aktivisten, Designern und Künstlern.[6]

Fußnoten:
[1]
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter.
[2] http://barcamp-kiel.de/was-ist-ein-barcamp/
[3] http://pechakucha.de/berlin/about/
[4]
http://www.agonda.de/open-space/open-space.html
[5] https://www.goethe.de/resources/files/pdf1/pk5793988.pdf
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz)#TEDx

Der Autor:
Profilbild Lars-Erik Jansen hat einen Bachelor of Science in Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaften. Er ist derzeit Volontär als Kreativ-Konzeptioner bei „CB.e agentur für kommunikation“ in Berlin.

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