Archiv der Kategorie: Locations

treibhaus kommt rum – diesmal das Eventschiff Cap San Diego

CapSanDiego Die Cap San Diego: Flotter Frachter und beliebte Eventlocation im Hamburger Hafen.
54-jähriges Flaggschiff sucht junge Konzeptioner für wilde Veranstaltungen
Mein Name: Cap San Diego. Meine Maße: 159 Meter lang, 21 Meter breit, 11.651 PS unter der Haube. Ich bin der ganze Stolz der Hamburger Admiralität. Früher war ich viel unterwegs, habe Autos, Kühe, Obst und Kaffee zwischen Hamburg und Südamerika transportiert. Heute bin ich im Ruhestand und liege an den Landungsbrücken im Hamburger Hafen.

Nebenbei verdiene ich mir etwas Geld als Eventlocation. Mein Frachter-Flair hat seinen Charme, aber auch seine Tücken. Ich brauche einen starken Konzeptioner an meiner Seite, der weiß, wie er mich zu planen hat. Glaubst du, deine Veranstaltungen können meine Stahlwände zum Beben bringen?

Es gibt nur einen Weg in mein Herz: über die Gangway und das Vorderdeck. In meinem großen Frachtraum haben mehrere hundert Gäste Platz. Auf drei Ebenen: Buffetstationen, Bars, Projektionsflächen und eine aufklappbare Luke oben drüber. Kommt dein Konzeptioner-Blut langsam in Wallung?

Pooldeck Pooldeck mit Aussicht

Du willst Autos durch die Luke heben? – Habe ich schon gesehen.
Tuchakrobaten von der Decke? – Probier mal was Neues!
Trauung auf der Kommandobrücke? – Na wo denn sonst?
Open-Air-Party auf dem Pooldeck? – 1962, das war mal eine Pool-Party!
Mit dem Schiff rausfahren? – Ich bring dich bis nach Südamerika, Baby!

Ist das schon alles? Ich habe bereits Rinderhälften in meiner Kühlkammer transportiert, da warst du noch gar nicht auf der Welt. Zeig mir mal, was du drauf hast! Ich warte auf dein kreatives Feuerwerk!

Der Autor:
Foto_Andreas Andreas Koch ist Student am treibhaus 0.8 und Konzeptions-Volontär in der Frankfurter Agentur VOSS+FISCHER. Er hat einen Master in Kultur- und Medienwissenschaft.

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treibhaus kommt rum – diesmal: Studiotour Adlershof + live bei „Anne Will“

IMG_2695 Wer fernsieht, sieht auch Adlershof. In den 10 Berliner Studios werden viele der ganz großen Unterhaltungsformate und 3 bekannte Talks-Shows produziert. Bei Studioführungen dürfen die Besucher in den Kulissen spielen.

Live auf Sendung in 3… 2… 1…
Applaus. Begrüßung. Eine Stunde Polittalk. Abspann. Das war Anne Will am Sonntag. Zumindest war es das für den Zuschauer zuhause. Welche Vorbereitungen und welcher Aufwand hinter einer Live Sendung stecken, bekommt dieser nicht mit. Beim vierten treibhaus08 Wochenende in Berlin konnten wir einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehens werfen. Wir waren zu Gast im Studio Berlin Adlershof. Eine Studioführung verbanden wir mit dem anschließenden Besuch der Talksendung Anne Will. Thema des Abends: „Erst begrenzen, später gar abschaffen – Nimmt uns der Staat das Bargeld weg?“ Weiterlesen

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treibhaus kommt rum – Folge 3

WO SCHUBLADENDENKEN FREUDE MACHT
Die treibhäusler stricken ein passgenaues Event-Konzept in der Kölner Event-Location BAUWERK

Kaum steht man drin, überschlagen sich die kreativen Gedanken: Was kann man nicht alles machen mit 6 Schubladen, die während der Veranstaltung einzeln ausfahren können und neue, gut 20 qm große Räume eröffnen! Und die auf Knopfdruck in Sekunden wieder zugehen. Einen ganzen Nachmittag waren die treibhaus-Volontäre im BAUWERK zu Gast und entwickelten vor Ort neue Ideen für eine Ehrungsveranstaltung. Danke an unsere Gastgeberin Frau Leiste von macevent!
schubladen Sebastian Bruch, Wiebke Müller, Eva Musholt Max Zürker, Moritz Fuchs, Sebastian Gies Hendrik Kretschmer, Marie Sebald, Niklas Sanders Clara Sachse, Carolin Beil, Johanna Maasackers Andela Riedel, Huyen-Vi Bui

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Kunst auf Nimmerwiedersehen?

Berlins Neue Nationalgalerie schließt auf Jahre, Olafur Eliassons „Institut für Raumexperimente“ an der UdK wahrscheinlich für immer. Aber die gemeinsame Totenfeier war super!

Autorin: Annette Beyer

Annette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future NowsAnnette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future Nows  Annette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future NowsAnnette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future NowsAnnette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future Nows Annette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future Nows  Annette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future Nows  Annette Beyer, treibhaus 0.8, Neue Nationalgalerie Berlin, David Chipperfield, Institut für Raumexperimente, Festival of Future NowsAch, so wackelig ist dit Ding schon, dasse 140 Baumstämme brauchen, damit dit Dach nich einstürzt.“ „Nee, det sind keene Stützpfeiler, det is Kunst.“ „Ick weeß nich – mitten inner Stadt n Wald.“ „Genau dit isses, was uns der Künstler damit sagen will: Wir solln uns schon mal druf einstellen, dasse dit ooch wieda nich hinkriegen mit die Sanierung. Und in 30 Jahren wächst hier wieder n schöner Wald und an einem Baum hängt n Schild: Hier stand mal die berühmte Neue Nationalgalerie des Bauhaus-Architekten Ludwig Mies van der Rohe.“

David Chipperfields Wald

Die Berliner machen sich so ihre eigenen Gedanken über die aktuelle Baum-Installation des Star-Architekten David Chipperfield in der oberen Glashalle der Neuen Nationalgalerie. 140 entrindete Fichtenstämme verwandeln den „schönsten Raum Berlins“, so Chipperfield, in eine monumentale Säulenhalle. Er macht damit genau das Gegenteil dessen, was der ursprüngliche Architekt Ludwig Mies van der Rohe erreichen wollte. Der legte das elegante Flachdach auf so schlanke Stahlstützen, dass es fast freischwebend wirkt. Nun ja, Chipperfields Fichtenwald ist nur eine Abschiedsvorstellung. Sein Büro ist mit der denkmalgerechten Sanierung des Architektur-Klassikers aus den Sechzigern beauftragt. Und das kann Jahre dauern, im glücklichsten Falle nur drei. Aber in Berlin hat man gewisse Erfahrungen mit öffentlichen Bauprojekten und trauert, als ob der endgültige Abriss der Neuen Nationalgalerie bevorstünde.

Olafur Eliassons Kunstfestival

Gar nicht traurig wirkt das Leben in und um die Neue Nationalgalerie beim dreitägigen „Festival of Future Nows“. An diesem ersten November-Wochenende des Jahres strahlt der Himmel wie im Mai. Erstaunlich viele Menschen flanieren erstaunlich entspannt über das sonnenbeschienene Plateau und durch den lichten Fichtenwald in der Glashalle. Ab und zu entdecken sie ein „Raumexperiment“ – am liebsten mit der Handykamera. Denn so fotofreundliches Tageslicht wie der flache Glaskubus der Neuen Nationalgalerie bietet kaum eine zweite Ausstellungslocation. Die Raumexperimente spielen mit Licht, Sound, Haptik, bieten künstlerische Live-Aktionen von der Lyrik-Lesung bis zum Schnellzeichner, aber auch eine Schaukel, auf der sich auch Erwachsene den Spätsommerwind um die Ohren wehen lassen. Eine Strickleiter ist attraktiv, aber wohl eher metaphorisch gemeint. „Do not use!“ Dafür darf man einer Münzstaplerin beim Erbauen ihrer 17 cm hohen Säule behilflich sein oder sich von statisch aufgeladenen Plastikfäden kitzeln lassen. Alles bei freiem Eintritt. Nur am kunstvoll gestapelten Quader mit dem dicken Ausstellungskatalog – Titel: The best Art School in the World“ – entschuldigt sich ein Schildchen mit „Sorry. Not for free.“

Mit diesem heiteren kleinen Kunstfest verabschiedet sich Berlins Lieblingskünstler Olafur Eliasson nach 5 Jahren von seinem senatsgeförderten Projekt „Institut für Raumexperimente“. Hier lehrte und erforschte der dänisch- isländische Experimental-Künstler mit Kunststudent(inn)en und internationalen Gast-Künstlern Grenzbereiche des Künstlerischen. Das Festival of Future Nows präsentiert nun die Essenz dieser Arbeit. Und ja, das Projekt macht seinem Namen alle Ehre: Es ist tatsächlich keine Kunstausstellung, sondern ein echtes Festival. Meine Beobachtung an diesem sonnigen Nachmittag: Seine glücklichsten Besucher haben Kunst nicht nur geguckt, sondern für ein paar gelungene Momente wirklich gelebt.

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Wir wollen Schoko-Muffins, Liebesgeschichten und pfeifen auf die Aerodynamik – Das treibhaus 0.8 besucht BMW World und Museum

Bild Isetta BMW-World

Isetta, auch „Knutschkugel“ oder „Schlaglochsuchgerät“ genannt

München, 11 Juli 2014.
„Wenn ein Auto, dann BMW.“ – so lautete die treibhaus 0.8 Aufgabe für eine BMW Kampagne des Monats – oder genauer gesagt, das Ziel der Aufgabe. Zielgruppe sind wir selbst – die magische Generation Y und alle, die sich im besagten Dunstkreis befinden.
Nicht dass wir uns auch nur im Entferntesten eines ihrer prestigeträchtigen Modelle leisten könnten und sich unsere Erfahrungen meistens auf das Ausleihen von Mamas bzw. Papas Auto beschränken. So kam es dann auch, dass wir uns am Freitag in der BMW World versammelten, um uns den ganzen Laden mal anzusehen.
Was ist mir nach zwei Führungen – eine im Museum, eine in World – in Erinnerung geblieben?
1. Der mächtige und vielumjubelte Bau vom österreichischen Architekturbüro Coop Himmelb(l)au, der sich mit einem Blick nicht erschließen lässt. Zwar wird sein Dach als „Dachwolke“ bezeichnet – mich jedoch erinnert das Gebäude an einen Baum, dessen Krone sich vom Wind in eine Richtung neigt. Im Zentrum dieses Gebäudes befindet sich der „Marktplatz“, auf dem die neusten Modelle sowie die Markenwelt wie auf einer Einkaufszeile ausgestellt werden.
2. Ein Mitarbeiter, der uns überaus charmant an der Tür begrüßte und wie ein Kater um uns kreiste, während er in klassischer Schmalzmanier  mit Komplimenten nicht geizte. „Ach nein, hören Sie auf…hihihi“
3. Unsere bezaubernde Führerin, die uns mit ihrem sympathischen französischen Akzent durch das Museum lotste und sogar Automobil Uninteressierte mit der Geschichte des bayrischen Automobilherstellers samt Anekdoten fesselte.
4. Der 3 Euro Schokoladen Muffin mit Schokoladencreme-Kern, den ich mir einfach gönnen musste und mit dem ich mir meine Finger einsaute.
5. Die Besucher, die aus der ganzen Welt angepilgert kommen. Wer hätte gedacht, dass BMW World und Museum heute mehr Touristen abfertigt als Schloss Neuschwanstein.
6. Die kühlschrankähnliche Isetta, auch „Knutschkugel“ oder „Schlaglochsuchgerät“ genannt, mit der man auf dem Beifahrersitz durch den Marktplatz gurken darf und die BMW in den 50er Jahren den Hintern durch die Krise gerettet haben soll. 
7. Die interessante Liebesgeschichte, die sich hinter der Skulptur verbirgt, die auf fast jedem Rolls Royce Grill zu sehen ist – der „Spirit of Ecstasy. Diese kann man vielleicht sogar bald (in 2-3 Jahren) im Kino sehen, da der Regisseur Lord Richard Attenborough schon seit längerem plant den Film „Silver Ghost“ zu produzieren. Eventuell werden dafür auch Anthony Haas und Martin Scorcese ins Boot geholt.
8. Und natürlich die Tatsache, dass uns die alten BMW Modelle, ob Motorrad oder Automobil einfach viel besser gefallen! Wer braucht schon Aerodynamik?!!!
Daher lautet meine Antwort auf die Aufgabenstellung: „Wenn ein Auto, dann eine Isetta! Der ist Aerodynamik nämlich egal und leisten könnten wir sie uns sogar fast auch für ihren alten Preis von 2.580 DM – aber nur fast. 
Roberta Janosi

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