Bis einer heult.

„Wenn die Ostkurve im Stadion geschlossen heult – ist genau das die Leidenschaft, die uns
immer wieder antreibt, Events zu inszenieren. Wir wollen große Emotionen wecken. Sie live
erleben und einfangen. Aber heute geht es um die handfeste Umsetzung.“
Eröffnungstrailer vorbei. Licht an. Der Redner betritt die Bühne. Diesmal: Lienhard Schäfer,
freier Ablaufregisseur und Profi darin, Ostkurven durch reibungslose Abläufe zum Heulen zu
bringen. Vor Glück natürlich. Alles andere wäre ja auch Quatsch, oder?
Nee, eben nicht! Vom kleinen Fauxpas bis zum Super-GAU ist in der Eventinszenierung im
Raum – wie man es nicht macht – einiges drin. Da reicht schon ein „Mensch, Klaus, zwei
Jahre nicht gesehen“, mitten im zu eng geplanten Eingangsbereich. Oder der gute alte
Kniefall am Nachbartisch, weil man sich vor lauter Gala-Bestuhlung sitzend überhaupt nicht
unterhalten kann. Vom mal wieder nicht fallenden Kabuki-Vorhang, weil der mit dem Knopf
natürlich woanders steckt, wollen wir gar nicht erst anfangen. Lienhard Schäfer weiß, was
mit Raum- und Bühnengestaltung, Licht- Ton- und Medieninszenierung so alles geht – oder
eben schiefgeht. Bis einer heult.

Der größte Saal  in der historischen Stadthalle Wuppertal

„Damit euch das nicht passiert: Checkt selbst die Location. Fühlt den Raum. Und kriegt ein
Gespür für die Baustelle“, rät er uns noch, bevor wir den Meeting-Raum der Agentur Vok
Dams gegen den imposanten Charme der historischen Stadthalle Wuppertal eintauschen.
Die Aufgabe: Location-Check und Ablaufplanung für eine Award-Verleihung. Zeigen, dass wir verstanden haben, wie wir Raum sinnvoll und angemessen nutzen. Damit aus Besucher-Flow kein Gäste-Stau wird. Denn nur die richtige Planung aller Details lässt die Gesamt-Inszenierung wirken. Schafft Platz für die bewegenden Momente voll großer Emotionen. Bis einer heult. Vor Glück, versteht sich.

Die Autorin
Irene Menke studierte Event-Management & Entertainment. Sie ist zurzeit Konzeptionsvolontärin bei der Agentur CB.e in Berlin.