BrandEx-Awardshow und Aftershowparty – Party geht auch im Business

Bis zum Ende waren wir da. Auf der Aftershowparty des BrandEx-Award. Das soll was heißen.
Aber jetzt nochmal von vorne. Herausforderung: Preisverleihung. Wie unterhält man zweieinhalb Stunden lang ein Publikum, das dabei zusieht, wie andere Preise überreicht bekommen? Erste Maßnahme: Aljoscha Höhn. Eindeutiger Publikumsliebling der Live-Kommunikationsbranche. Er kennt sie alle beim Namen und reißt hier und da einen provokativen Witz, der die Vertrautheit mit dem Publikum klarmacht. Außerdem bemühte Aljoscha Höhn sich stark um Schlagfertigkeit. Das ist wohl einer dieser Soft Skills der Moderatoren. Hast du gut gelernt, Aljoscha! Nun hatten wir also schon einmal den besten Moderator, den sich das Publikum nur vorstellen konnte.
Moderator Aljoscha Höhn präsentiert die Doppel-Gewinnerin Petra Lammers von Onliveline (Bild links) und die Gewinner der
neuen Nachwuchs-Kategorie fresh.

Während der Auszeichnung der besten Events des Jahres 2018 war ich besonders aufmerksam, weil wir die Einreichungen bereits einen Tag vorher im treibhaus-Workshop begutachten und bewerten durften. Ich zähle in diesem Text keine Gewinner auf. Diese können der BrandEx-Webseite entnommen werden. Mir ist aufgefallen, dass wir in der „treibhaus-Klasse“ andere Platzierungen verteilt haben als die Jury. Das kann nun zum einen an unserem noch wenig geschulten Auge liegen, oder auch einfach daran, dass die Bewertung doch eher subjektiv ist. Ein CD, dessen Profession in Richtung Raumgestaltung geht, bewertet dasselbe Event womöglich mit einem anderen Fokus, als einer, der beispielsweise verstärkt auf Dramaturgie und Storytelling achtet. Dementsprechend denke ich, dass die, die keinen Preis erhalten haben, gar nicht traurig sein müssen. Das bedeutet nämlich nicht, dass sie keinen Preis verdient haben. Also, macht euren Erfolg weniger von Preisen als von unterhaltenen, proaktiven und beeindruckten Adressaten abhängig. Und an alle Gewinner: Herzlichen Glückwunsch! Nun habt ihr einen weiteren Indikator dafür, dass ihr euren Job toll macht.


Die treibhaus-Community vor der Gewinnerwand: Unsere Partner-Agentur insglück holte gleich 4 Awards, unser neuer Partner onliveline holte 2, Absolvent Stani Tellow den ersten Award für Nachwuchs-Freelancer, und Dozent Kai Janssen mit Matt Circus Gold und Bronze. (im Uhrzeigersinn) Außerdem gratulieren wir unseren Frankfurter Partner-Agenturen Voss+Fischer und Jazz Unique! Kein Foto gefunden. Wo wart ihr denn?

Nachdem alle Preisträger gekürt und gefeiert waren, durfte man sich wieder Alkohol von der Bar holen und sich von den kulinarischen Künsten der Branchen-Caterer beeindrucken lassen. Ich aß eine hawaiianische Poké Bowl mit Tofu und danach einen Süßkartoffel-Gemüsestrudel. Dann noch einen vegetarischen Burger und ein entzückendes Dessert aus Schokolade, Früchten und Kokosnuss-Eis, serviert in einer Kokosnussschale. Besonders das Dessert hat mich glücklich gemacht. Es hat mir nämlich die Entscheidung zwischen Eis, Schokolade und Früchten abgenommen. Und auch sonst war jedes Gericht vorzüglich. Ach ja, die Portionen waren klein, sodass man möglichst viel Verschiedenes essen konnte. Das war toll! Bei dem Dinner wurde – soweit ich das beurteilen kann – nur wiederverwertbares Geschirr und Besteck ausgegeben. Danke für den kleinen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit!

 
Immer wieder das  Beste, das die Event-Branche für Magen und Tanzbein zu bieten hat: Die Caterer vom Verband LECA und die Partyband GOODFELLAS.

Nun zur Party: Hier sind die Organisatoren kein Risiko eingegangen und haben die beliebteste Band der Branche gebucht: die „Goodfellas“. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass die Band auf eine Gage verzichtet hat. Diese sehen sie dann wohl in neuen Aufträgen durch ihre Show beim BrandEx wieder. So gesehen war das ein Promo-Auftritt. Ein sehr cooler Promo-Auftritt. Die Band hat während des Dinners schon angefangen zu spielen. Meine Aufmerksamkeit galt in der ersten halben Stunde nur dem Essen. Als ich dann satt war, hörte ich hin, und nach ein paar Songs zogen sie mich mit „Will Smith – Prince von Bel Air“ auf die Tanzfläche. 20 Minuten lang haben sie dann nur Hip-Hop und R’n‘B Songs gespielt: von Eminem bis Destiny’s Child. Das Besondere an den „Goodfellas“ ist, dass sie sich für kein Genre entschieden haben, sondern einfach alles Gängige top performen: Pop, Soul, Hip Hop, R’n’B und Rock. Mit ihrer antreibenden Charts-Musik und konsequenter Partyanimation holten sie dann auch den letzten Muffel irgendwann auf die Tanzfläche. Ich habe jedenfalls eher wenige Menschen gesehen, die ihren Business-Stock nicht aus dem Arsch bekommen haben. (Entschuldigen Sie die Ausdrucksweise!)

Voll die Party-Tiere – Der halbe aktuelle treibhaus-Jahrgang mit “Chefin” irgendwann morgenscopyrigt treibhaus 0.8

On Top, und sozusagen als Schmankerl, gab es zwischendrin eine heiße Barkeeper-Cocktailmix-Show. Tanzend, hüpfend, stemmend, jonglierend und animierend mixten zwei erfahrene und talentierte Barkeeper-Tänzer Cocktails für das Partyvolk. Dabei gossen sie unter anderem ein darstellerisch gemixtes Gemisch aus Vodka und irgendwelchen Säften in einen Gläserturm, der von einem der beiden Showmen durch eine Stange in seinem Mund, auf der das Tablett mit den Gläsern befestigt war, balanciert wurde. Ihr könnt Euch also vorstellen, wie originell das war. 15 Minuten lang genoss ich die coolste Bartender-Performance meines bisherigen Lebens und am Ende hatte ich was zu Trinken. Was will man mehr?
Zur Party wurde die Veranstaltung für mich spätestens mit Will Smith. Auch vorher ließ ich mich von der entspannten Atmosphäre mitreißen und von dem Essen begeistern. So etwa um halb 4, eine halbe Stunde nachdem die Musik ausging, wurden wir sehr nett und friedlich darum gebeten , uns zu verabschieden. Das taten wir dann auch, ein wenig wehmütig.

copyright alle Beitragsfotos ohne Vermerk: BrandEx / Socialmediafotograf Ronny Barthel / Dirk Hasskarl Fotografie,
Bildunterschriften: Annette Beyer

Die Autorin:
Anja Schwarz studierte Theater- und Medienwissenschaften und Ökonomie, bevor sie in einem Auslandspraktikum im Libanon erste Erfahrungen in der Konzeption und Durchführung von Jugendveranstaltungen zur Konfliktlösung sammelte. Sie hat ein Faible für Performancekunst und liebt das Tanzen. Ideenfeuerwerke zündet sie nun als Volontärin der Konzeption bei CB.e in Berlin.