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BrandEx: „Die Begegnung“ in Lounges und Areas

Proppevoll mit inspirierenden Gedanken war das neue BrandEx-Format: 6 Themen-Areas mit Vortragsbühne und Interaktionsfläche, dazu 2 Keynote Lounges – alles 8 Stunden lang parallel bespielt . Wir teilten uns auf. 11 Berichterstatter! Trotzdem einiges verpasst. Logisch. Aber auch `ne Menge erlebt. 4 neue Kurzberichte:

Keynote Lounge 2:
“X bits, 0 borders”, Donald Trump und Micro Amusements

Die Impulsvorträge der Keynote Lounge 2 fütterten unsere Wissbegierde mit einer breiten Themenvielfalt. Doch am Ende dreht sich alles um die eine Kugel: unseren Lebensraum. Wie gestalten wir ihn und wie verbinden wir ihn mit der digitalen Welt?
Prof. Ulrich Wegenast referierte darüber, wie Medien und Raum verschmelzen. Animation, Logorama Games und Virtual Reality erweitern unseren realen Raum zunehmend und kreieren einen Ort voller Immersion und Narration. Der oscargekrönte, animierte Kurzfilm “Logorama” (https://www.youtube.com/watch?v=zAKopCwGlcc) aus dem Jahr 2009 zeigt, wie sich über 2500 Logos verselbstständigen und einen imaginären Raum schaffen.
Text: Laura Eberspächer, treibhaus 0.8 Studentin

70S STAGE: HIER MENSCHELT’S

Pastellfarben, orangefarbene grafische Muster, VW-Bulli … Laut Funk und Fernsehen sah’s so in den 70s aus. Aber was ist mit Love, Peace and Harmony — sozusagen den Soft Skills der Epoche? Finden sich wohl in den Vorträgen.
Denken im Raum von „Good to know“ brachte Praxisbeispiele aus der Ausstellungsentwicklung. Für mich als Neuling spannend, ein Bezug zu den 70s aber nicht zu erkennen. In Pitchkultur stellte Jonathan Geyer von Full Moon eine „Neudefinition des Wertesystems“ in Aussicht. Statt neuer Pitchformate kamen dann Fragen. Und der Versuch ein gemeinsames Problem-bewusstsein zu erzeugen – absolut 70s also!
Eine klarere, engere und vielleicht gar plausiblere Verbindung von Form und Inhalt hätte mich gefreut. Sit-ins, Happenings, K-Gruppen und die Kulturtechnik des „DingeAusdiskutieren“? Wären doch alles inhaltliche Anknüpfungspunkte gewesen …
Text: David Hartgenbusch, treibhaus 0.8 Student

Area 5 weist uns den Weg in die Zukunft!
 

Futuristisches Design, extravagante Mannequins mit speziellen Accessoires – und der Bühnenbereich in einem zeitlosen Weiß gehalten. Die Future Area war wohl der experimentellste Bereich im Rahmen der BrandEx. Die große, von Student*innen entwickelte, begehbare kugelförmige „Future Installation“, lud die Gäste dazu ein, sich in ihr umzusehen, inspirieren zu lassen und nachzudenken – vielleicht darüber, was die Zukunft für einen selbst offenhält.
Insektensnacks in einer grünen Oase, innovative und zukunftsweisende Reden der geladenen Speaker rundeten die Area 5 als ein der wohl spannendsten Bereiche der BrandEx ab und hat den Besucher*innen ein Stück Zukunft geschenkt.
Text: Adam Reuter, treibhaus 0.8 Student

Industrial Stage – von Sustainability bis Glück 

Auf dem riesigen Monitor, der einige Meter über einer strafraumgroßen Bühne hängt, prangt namensgebend das Wortpaar „Industrial Stage“. Dieses Areal des BrandEx Kongress hat sich scheinbar dem Thema Industrie gewidmet. Nach einem Blick ins Programm, das zahlreiche SpeakerInnen zu diversen Themen von Sustainability bis Glück listet, ist der Besucher wenig schlauer, was es mit dem Konzept wohl auf sich haben möge. Daran können auch die Europaletten- und Zahnradmotive, die in umnachvollziehbarer Ordnung am Boden des Areals fixiert wurden, nichts ändern. Das Ganze wirkt vielmehr wie der Eingangsbereich eines schmucklosen Zweisterne-Hotels in Osteuropa, für dessen Interieur ein adoleszierender Jugendlicher verantwortlich war, der im sprunghaften Rausch seiner Orientierungslosigkeit nach einer durchzechten Nacht versucht hat, sein Zimmer in den Zustand von Ordnung zu versetzen. Weiße Miniaturkuben wurden anstelle tatsächlich nutzbarer Sitzgelegenheiten vor der Bühne platziert. Möglicherweise liegt hier der Gedanke zu Grunde, die Kuben interaktiv zu besetzbaren Flächen zusammenzufügen, wodurch ähnlich wie in einer industriellen Manufaktur durch einige Handgriffe aus verschiedenen nutzlosen Komponenten etwas neues Brauchbares geschaffen wird. Doch keiner der wenigen BesucherInnen, die sich, um die nächste Speakerin zu hören, zu der Industrial Stage bemüht haben, scheint diesen Gedanken verstanden zu haben.
Patrizia Widritzki und Kristine Fester von „EntwederUndOder“
Auch haben diese BesucherInnen wohl nicht damit gerechnet, auf der Bühne anstelle von Einer gleich drei Spenderinnen anzutreffen. „Nicht schon wieder Gender“, polemisieren die Drei im Stakkato. Doch für Augenrollen bleibt keine Zeit, denn das Trio bringt das Thema Gender-Gleichberechtigung originell auf den Punkt. Dabei führt es fingierte Dialoge, brüskiert das Publikum in pikanten Portionen und reizt zur Interaktivität. Ziel dieses ungewöhnlichen Auftritts: Stereotype in Frage stellen! „Die Entweder-Oder-Kultur soll aufgebrochen werden“ lautet eine der wenig lautstarken Forderungen. Die Authentizität der Speakerinnen und Schlagkräftigkeit ihrer Argumente dringen unaufhörlich in die ZuhörerInnen. „Um Stereotype hinterfragen zu können und die normativen Strukturen unser dichotomischen Gesellschaft zu sprengen, braucht es Vorbilder“, stellen die Speakerinnen fest. Was schon Platon in seinem Prinzip der Imitatio erörterte, gilt auch heute noch. Menschen brauchen Vorbilder, um Verhaltensmuster erfahren und adaptieren zu können. Nur so kann der Bruch mit Rollenklischees vorangetrieben werden, die eigene Identität neu definieret und das individuelle Potential erkannt und ausgebildet werden. Schließlich ist nur auf diese Weise Fortschritt realisierbar. Und besteht nicht darin der Sinn kollektiver Organisation? Lasst uns also nach Vorbildern suchen, die uns als Orientierung dienlich sein können!

Text: Lukas Treiber
*alle Fotos: BrandEx / Socialmediafotograf Ronny Barthel / Dirk Hasskarl Fotografie

 

 

 

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