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Corona ist vorbei. Nehmen wir mal an. treibhaus-Statements aus dem Winter 2020

Das treibhaus 0.8 hat sein erstes komplett digitales Workshop-Wochenende hinter sich.  4 Tage solo zu Hause vorm Screen lief das gemeinsame Lernen, Denken und Kreativ-sein  – nun ja, doch, ganz ok.  Um crossmediales Storytelling sollte es bei diesem April-Workshop gehen, also ging es – auch – um Corona! Frei nach der RE-gnose-Technik des Zukunftsforschers Matthias Horx schauen 9 Agentur-Volontäre aus der nahen Zukunft zurück auf die Krise und beschreiben ihre Welt nach Corona – im Winter 2020.

Stefanie, DO IT!, Düsseldorf:
Agenturen und Unternehmen reden nicht mehr nur darüber, sondern engagieren sich tatsächlich mehr „#forgood“ und für, nicht nur mit dem Mensch. Digitale Lösungen sind nicht mehr nur einfach eine nice-to-have Option, sondern wir denken sie von vorneherein mit. Nicht jedes live Event ist digital adaptierbar. Die Kommunikationsbranche wird ihrem Namen endlich gerecht und auch intern kommunizieren wir mehr.
 
Sonja, Stagg+Friends, Düsseldorf:
Ich sitze im Wintermantel auf meiner Terrasse, feier ihren halbjährigen Geburtstag und arbeite an einem neuen Konzept für eine Veranstaltung – endlich ist Homeoffice so wirklich richtig möglich. So wie ich, halb vor Ort halb digital konzipieren wir jetzt seit kurzem endlich wieder Ideen, hybrid auf die Zielgruppen angepasst. Nur digital auf Bildschirme schauen machte uns Quadrataugen, der Moment an dem wir wieder Menschen umarmen konnten war so prägend, dass wir nochmal stärker gespürt haben welche wirkliche Kraft LIVE hat. Mit diesem Vibe wollen wir das Beste aus den Kanälen herausholen, binden die ein die nicht kommen können und freuen uns 2021 wieder einen Sommer zu erleben – wie er früher einmal war.

Saskia, FRAMEWORK, Köln
Was Corona uns gebracht hat? Gelassenheit. Ne Menge Zeit, um neue Kommunikationsformate zu entwickeln. Ein besseres Verständnis dafür, wie man sich begegnet, ohne sich wirklich zu begegnen. Und gleichzeitig wie schön es ist, sich begegnen zu können.
Heute, ist Kreativität noch wichtiger, um aktuelle Hürden zu bewältigen: Neue Veranstaltungsrichtlinien, Skepsis der Teilnehmer undgeringes Budget.
Trotzdem zeigt sich: Das Verlangen nach Live-Erlebnissen ist noch mehr geworden.
 
Patrick, insglück, Berlin:
Die Wertschätzung und der „Need“ für das Zusammenbringen von Menschen – im physischen Raum – ist erheblich gestiegen.
Der Mensch steht im Mittelpunkt des Events und ist wichtiger als das Platzieren einer verkaufsfördernden Kommunikationsbotschaft.
Arbeit ist nicht mehr Standort und Zeitzonen gebunden.
Jedes Konzept glänzt mit dem Extrapunkt: Hygienemaßnahmen.
 
Kathi, fisherAppelt, Köln:
Manchmal muss man die Angst spüren, um einen neuen Weg einzuschlagen.
Covid 19 lag schon lange unter unseren Betten, es war nur eine Frage der Zeit. Zurückblickend ist es gar nicht mehr verwunderlich, dass solch kleine Organismen die Menschheit in Atem gehalten haben. Das Leben ist ein Kreis und die Erde dreht sich weiter! Der Wind steht günstig. Der Mensch ist wieder mehr Mensch geworden. Wir Atmen tiefer, wir schreiben deutlicher, und feiern bewusster.
Schauen wir nun öfters unters Bett? Ich glaube nicht, es macht uns immer noch zu viel Angst.
 
  Jannick, jaeger + haeckerhase, Düsseldorf:
Der finanzielle Schaden ist immer noch groß und viele Konzerne und Firmen sind zurückhaltend in der Planung ihrer Even- Maßnahmen.
Die Branche ist erfinderischer. Aus allen Ecken kommen neue Formate, welche neu aufgelegt oder gar neu erfunden werden.
Die Hybride Konzeption, welche analog und digital kombiniert ist wichtiger als je zuvor.
Kampagnen und Eventformate werden ganzheitlicher geplant und nehmen viel mehr Rücksicht auf Umwelt und Teilnehmer.
Noch ist die Wertschätzung für Events weiterhin höher als zuvor, aber man merkt, dass der Mensch dazu neigt zu vergessen und immer mehr „Normalität“ einkehrt.
 
Friederike, Jazzunique, Frankfurt:
X Wir schauen auf eine Zeit zurück, in der wir gelernt haben, worauf es bei echten Erlebnissen ankommt.
X Wir arbeiten fokussierter, mit einer noch klareren Message, lassen Deko & Kitsch eher weg, um einen sensual overload zu vermeiden.
X Wir setzen Medienkanäle bewusster, ausgewählter und konzentrierter ein, um kosteneffektiver nachhaltige Eindrücke zu schaffen.
X Wir empfinden eine neue Wertschätzung gegenüber Bestandskunden, die uns mit Rahmenverträgen und Vertrauen durch schwierige Zeiten, wie diese, tragen.
X Diese Wertschätzung spiegeln wir und schöpfen so Hoffnung, dass das Verständnis für die Branche gestärkt und unbezahlte Pitches anderen Bewerbungsverfahren weichen.
 
Anne, VOK DAMS, Berlin:• COVID-19 hat dazu geführt, dass die Events, die stattfinden, mehr
Aufmerksamkeit und Wertschätzung von sowohl Veranstaltern als auch
Teilnehmern bekommen.
• Die Krise hat die Digitalisierung auf ein höheres Level gehoben – Hybridevents
werden auch jetzt teilweise noch analogen Events vorgezogen.
• Für die Konzeption verwenden wir jetzt neue Tools, binden detailliertere digitale
Strategien mit ein, schauen auf neue Trends, basieren unsere Aussagen auf
neuen Forschungsergebnissen, haben ein persönlicheres Verhältnis zu Kollegen
und nutzen ein breiteres Netzwerk an neu entdeckten Influencern.
• Vielleicht haben sich sogar die Kriterien für Award-Gewinne (Bsp. BrandEx) in
Richtung Flexibilität, Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit verschoben.
 
Last but not least:
Corona ist vorbei und wir haben überlebt, aber die Auswirkungen sind noch nicht vorbei, Konferenzen und Tagungen laufen nicht mehr wie einst…
Einsparpotential!
Corona hat uns gelehrt, dass Digital funktioniert, und „Oh, grüner ist es auch“, mehr noch als ein greengewashtes Hotel und der Flug sowieso. Und haben wir mehr über Digital gelernt? Sicherlich nicht genug, aber wir haben erkannt, wie wir unser Wissen und unsere Fähigkeiten und vor allem unsere Kreativität in einen neuen Raum übertragen können.
Aber diese Lektion kam für manche zu spät. Und nun müssen wir sehen, wie wir die nächste Party geben können, wenn sich die Leute wieder trauen…
 
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