Kreativtest 2019

für das Volontariatsjahr vom 1.11.2019 bis 31.10.2020.
5 Creative Directors unserer Partner-Agenturen überlegten, welches Talent ihnen bei einem jungen Kreativ-Konzeptioner (m/w/d) besonders wichtig ist. Dann schickten sie uns ihre ganz persönliche Aufgabe.

Tipp:
SIEBEN SACHEN – DAS WOLLEN WIR IN DEINEN LÖSUNGEN SEHEN:
1. dein Gefühl für wirksame Kommunikation
2. deine Fähigkeit, eine klare, konkrete (!) Idee zu entwickeln und verbal auf den Punkt zu bringen
3. dass du in Stories denkst, nicht in Einzelmaßnahmen
4. dass du weißt, warum Live-Aktionen funktionieren (und warum manchmal nicht)
5. deine Affinität zu zeitgemäßen Medien
6. dein Text-Talent und – last but not least:
7. deinen MUT ZUM KREATIVEN QUERDENKEN!

AUFGABE 1
Der Anruf aus Washington

Dein Talent hat sich rumgesprochen. Barack Obama persönlich ruft bei Dir an und bittet Dich um ein Motto, mit dem die Demokraten Donald Trump und die Republikaner schlagen können. Hintergrund: Niemand erinnert sich mehr an das Motto der Hillary-Clinton-Kampagne „Stronger together“. Wie Du weißt, muss es prägnant und kurz sein. Nach „Make America great again!“ tritt Trump 2020 an mit „Keep America great!“ – und das gilt es zu schlagen. Barack hätte von Dir gern drei Vorschläge, da er sich bei der genauen Message noch unsicher ist. Die Hauptsache: Die Wähler für einen Politikwechsel motivieren.
Autor:
 Christopher Werth | Director Strategy & Concept, VOK DAMS.Events GmbH, Büro Berlin
 

AUFGABE 2
Wem gehört die Stadt?

Zunehmende Urbanisierung, Wohnungsnotstand und Immobilienspekulationen sind heiß diskutierte Themen. Die Fragen, wer am urbanen Leben teilnimmt und wie das urbane Zusammenleben gestaltet werden kann, werden neu gestellt. Überlege dir eine Kampagne (on- und offline), die spielerisch die Bewohner*innen deines Viertels motiviert, sich zu vernetzen und gemeinsam ihre Stadt zu gestalten.
Autorin: Petra Lammers, GF und CD, onliveline GmbH, Büro für Konzeption und Inszenierung, Köln

AUFGABE 3
The One Night Stand

Ich persönlich mag Hotels nicht besonders. Also, nicht pauschal nicht, eher im Sinne von „Zimmer zu klein“, „Straße zu laut“, „Minibar zu teuer“, „Frühstück zu gleich-gleich“, „Schwimmbad zu geschlossen“, „Sauna zu nicht rechtzeitig angemeldet“. Du weißt, was ich meine… Das ganze immer Gleiche eben… Check-in – aufs Zimmer – kurz mal rausgehen, ist aber auch langweilig – schlecht schlafen – zu gleiches Frühstück – Check-out – endlich raus aus dem Kasten. Deshalb schlafe ich immer lieber zuhause. Jaja, Motel One, 69,- und okayes Frühstück. Am Arsch. Du merkst schon, ich rede hier sicher nicht von romantisch-zauberhaften-Clubresorts im Urlaubszusammenhang. Ich meine die funktionalen „Ich-habe-morgen-ein-Meeting-Hotels“. Es gibt ja ganz tolle Ausnahmen. Das Libertine Lindenberg in Frankfurt hat letztes Jahr einen ADC Nagel bekommen, weil: ungewöhnliches Konzept. Wirkt gar nicht wie ein Hotel, soll es auch nicht, was super funktioniert und daher zurecht: Awards. Das Lovelace, ein Pop-up Hotel in München mit täglichem Eventprogramm. Hat schon wieder geschlossen. Sehr sympathisch. Nein, wirklich, musst du mal googeln. Sagenhaftes Konzept. Ich weiß auch, dass es eine Seite gibt, die „The-Unusual-Hotels-of-the-World“ heißt und man „im Knast“, „im U-Boot“, „im Flugzeug“ oder „Bauwagen“ einchecken kann. Sehr nett, sehr lustig und sicher auch nicht ganz günstig. Alles gut soweit. Aber wo sind denn die mal wirklich neuen, richtig coolen Übernachtungs- und Wohlfühlkonzepte für Menschen wie mich? Bereit, Geld dafür auszugeben, aber nicht mehr als 100,- all in! Nicht so einen hippen Hinterhof-Quatsch, sondern schon etwas mit Seele, etwas … weiß nicht … Privateres? Und jetzt sag nicht Airbnb, ich will `ne Rezeption und `ne Minibar. Oder wie auch immer sowas in deiner Vision heißen wird. Denk dir was aus, etwas echt Visionäres mit Stil und für Leute, die Hotels nicht mögen, weil die diesen Hotel-Muff sowieso nicht loswerden. Es sei denn… Na, dann hau mal was raus!
Autor: 
Philipp Dorendorf, CD insglück, Gesellschaft für Markeninszenierung mbH, Büro Köln

AUFGABE 4
Banking goes digital

Spätestens seit der Einführung von ApplePay spricht man auch in Deutschland laut(er) über mobile Bezahldienste – mehr und mehr (große) Banken schließen sich dem System an. Dennoch zahlen nur knapp 6 Prozent der Deutschen regelmäßig mit dem Smartphone oder der Smartwatch.
Deine Aufgabe: Du entwickelst eine aufmerksamkeitsstarke Kommunikationsidee, die das mobile Bezahlen in Deutschland aus Verbrauchersicht deutlich nach vorne bringt. Medien und Kanäle sind freigestellt.
Autor: 
Benjamin Dippe, Senior Creative Director, DO IT! Gesellschaft für Field-Activation, Event-Management und Sponsoring mbH, Düsseldorf

AUFGABE 5
Die erste Million ist die Schwerste!

Deshalb beginnen wir einfach mit der Zweiten. Eine internationale Hilfsorganisation stellt dir ein Budget von 1 Mio. Euro zur Verfügung. Denk dir etwas aus, das internationale Wellen schlägt, z. B. eine Aktion, ein Event oder eine Kampagne. Think big, denn jetzt kommt der Clou: Am Ende müssen durch deine Idee mindestens 2 Mio. Euro für die Hilfsorganisation herauskommen.

 Welche internationale Organisation du mit dem Geldsegen erfreuen willst, bestimmst du selbst.
Autor: 
Michael de Gelmini, Director Creative Department, CB.e Clausecker | Bingel AG, Agentur für Kommunikation, Berlin

ACHTUNG: Du hast für jede Lösung maximal 1200 Zeichen! Leerzeichen inklusive. Skizzen sind als Ergänzung zum Text willkommen, aber nicht Bedingung.“