Ordnung macht den Meister – über das Strukturieren von Kreativ-Prozessen

Seien wir ehrlich: Wir Kreativen sind Chaoten. Auf dem Weg zur perfekten Idee biegen wir drei Mal rechts und zwei Mal links ab, drehen uns im Kreis und springen auch mal im Dreieck, wenn’s nicht so läuft.
Vor allem Letzteres kann durchaus frustrierend sein. Sonya Bouyakhf, Creative Director, und Fee Roth, Konzeptionerin, bei der Berliner Agentur insglück, wollen hier Abhilfe schaffen. Und zeigen uns in ihrem Workshop zum Thema „Wie strukturiere ich Pitch-Prozesse und Ideenfindung?“, wie man dem Chaos im Kopf Herr werden kann.
Aber fangen wir vorne an: beim Creative Brief. Der Creative Brief ist das Briefing aus Kreationssicht. Ohne Schnörkel, nur die Fakten: Wer ist der Kunde? Was will er erreichen? Und wie hoch sind unsere Gewinnchancen? 100% natürlich. Abgehakt, nächster Punkt.
In ihrem kurzen Theorieteil stellt uns Sonya den optimalen Workflow im Pitch vor: Auf Briefing und Kick-Off folgt das Brainstorming, anschließend erarbeitet jedes Teammitglied drei kurze Konzepte. Aus der Ideenflut werden ein oder zwei Kernideen ausgewählt und „rund“ gemacht. Vor der Präsentation heißt es üben, üben, üben. Und danach? Den Sieg feiern. So leicht, so gut.

Nach der Theoriestunde dürfen wir selber ran. Die Aufgabe: Eine „Innovation Celebration“ für 500 Mitarbeiter von Covestro, Bayer-Tochter und führender Werkstoffhersteller. Der Claim der Marke: We Make The World A Brighter Place. Die drei Markenwerte: Curious, Curageous, Colorful. Bunt und mutig also. Kriegen wir hin.

Die Autorin:

Kim Ermler hat in Köln, Hamburg und Bangkok Medienmanagement studiert. Seit November ist sie Volontärin bei der Agentur Uniplan.

 

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