treibhaus diskutiert – diesmal über den FAMAB Award

Funktionierende, beglückende, wirkungsvolle Events kann man beim FAMAB Award fast immer besichtigen. Kreative Ideen kaum.

Nehmt den FAMAB Apfel aus den Kreativ-Rankings raus!

Die Kreation zählt nur 40 %, in der Event-Jury sitzen kaum Kreative. Veranstaltungen, die einen mitten ins Herz  treffen, den Verstand nicht beleidigen und eine Viertelmillion Menschen wieder gesund nach Hause kommen lassen, haben einen FAMAB Award verdient! Wie das Lichtfest Leipzig. Nur einen Kreativ-Award hat dieses traditionsreiche Stadtfest nicht verdient. Und viele der preisgekrönten Projekte der letzten 15 Award-Jahre auch nicht. Gänsehaut, ja, das schon. Die Einreichungsvideos werden immer besser. Freudiges Staunen über die Intelligenz, den Charme, die überraschende Pointe einer Idee ? Ganz, ganz selten mal. GANZ selten. Wenn doch, reagiert das Awardshow-Publikum hörbar, wie in diesem Jahr beim Video über die kleine billige Guerilla-Aktion “Don´t Hide” für ein Bielefelder Textilgeschäft. Die Lacher der Erkenntnis – bei  echten Kreativ-Awards hört man sie wesentlich häufiger.

Die Autorin:
Annette Beyer ist freie Konzeptionerin, Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift Event Partner und Studienleiterin des treibhaus 0.8.  Ein ausführliches Statement zum FAMAB Award in der aktuellen Event Partner (6/2015, S. 50) – Diskussionsbeiträge erwünscht!