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treibhaus macht schlau – diesmal: der ADC Nachwuchskongress

Text, Film, Szenografie, Produkterfindung und Karriere-Tipps von Leuten, die es wissen müssen – der ADC Nachwuchskongress in Hamburg bot jungen Kreativen aus Hochschulen und Agenturen reichlich Inspiration.

GO FOR CONTENT
Gute Ratschläge. Wer wollte, 8 Stunden am Stück. Die treibhaus 0.8-Volontäre teilten sich auf und berichten von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen beim jüngsten ADC Nachwuchs-Kongress.

TEXT
Matthias Berg, Texter, Creative Consultant und Vorstand der Texterschmiede Hamburg e.V., gab Einblicke in seine Profession: Vom Entstehungsmythos („Es ist Frühling und ich bin blind!“) bis zur Herausforderung, die in der Übersetzungsleistung sowie dem sukzessiven Reduzieren, Feilen und Schärfen liegt. Fazit: „Jedes Wort ist eine Gelegenheit“ und „Gewinnen kann man, wenn man das Herz adressiert.“ Besonderen Unterhaltungswert boten drei seiner Studenten, die abschließend ihre Beiträge eines ‚AdSlam‘ performten.
christina Koschowsky, Volontärin bei facts and fiction, Köln

FILM
3,2,1…go! 48h, von der Idee bis zum fertigen Film. Darum geht es beim Youtube Film Hack. Die Aufgabe der Agentur-Teams der diesjährigen Competition: Für die Youtuber Emrah, Mary M, Tobi Tobstaar, Melissa Lee sowie Nicolai Schork ein Chanel-Video zu produzieren.
Das Gewinnerteam bestehend aus Erwin Lorenz (Grabarz & Partner), Philipp Goehrs (Elbkind) und Sam Ezati (Thjnk) berichtete über die Challenge und gab Tips, was bei einer Zusammenarbeit mit Youtubern zu beachten ist. Die größte Herausforderung war es, in kürzester Zeit den Kern, die Essenz des Kanals herauszukristallisieren und auf 60 Sekunden zu bündeln. Die Youtuberin Melissa Lee unterstützte die drei Jungs bei der Entwicklung ihres Channel Videos.
„Eines darf man bei Youtube niemals vergessen: das Entertainment“, so Sam Ezatizu der Frage, was das Team beim Film Hack 3.0 mitgenommen habe. Dass Entertainment bei ihnen nicht zu kurz kommt, beweist die Gruppe mit ihrem Gewinnervideo. Zu sehen sind Farbexplosionen, Luftballons in Einhornform, sehr, sehr viel Glitzer und Kuchen.
Lars-Eric Jansen, Volontär bei CB.e, Berlin

SZENOGRAFIE
Leigh Sachwitz: Behind the scenes. Beyond space. – Momente kreieren. Räume inszenieren. Erlebnisse schaffen. Eine starke Frau stellt ein starkes Projekt vor. Den Olympus Photography Playground. Eine Produktvorstellung zwischen Kunst, Design und Konsum. Die neue Kamera von Olympus selber ausprobieren und erleben. In 18 durch Künstler unterschiedlich gestalteten Räumen kann die Kamera die Gäste von ihren Funktionen überzeugen. Eine gelungene interaktive Ausstellung. Inspirierend durch „anders gedacht“.
Sina Weimert, Volontärin bei Voss+Fischer, Frankfurt

AGENTURJOB
HAMBURG, GERMANY - APRIL 23: General view od the «Youtube Filmhack 3.0« Keynote at the ADC Kongress at «Gruenspan« during the fourth day of the ADC Festival 2016 on April 23, 2016 in Hamburg, Germany. (Photo by Alexander Koerner/Getty Images for ADC Festival) Im Panel „Die neue Arbeitskultur“ diskutierte  Eva-Maria Schmidt, Ressortleiterin Karriere und Jobs der Fachzeitschrift HORIZONT mit einem Prof und 2 Agentur-Chefs

Talkrunde „Die neue Arbeitskultur“
Benedikt Holtappels ist CEO von GGH Lowe. Seiner Meinung nach schaffen branchenübliche Gehälter keinen monetären Anreiz, wodurch es anderer Mittel bedarf, offene Stellen zu besetzen. Er spricht von verpflichtendem Feedback und Urlaubstagen, die über den gesetzlichen Anspruch hinausgehen. Offen gegenüber wirklichen Erneuerungen ist er jedoch nicht; zu viel Selbstbestimmtheit, wie beispielsweise die Reduktion auf eine 3-Tage-Woche, sei bei GGH Lowe nicht möglich. Christopher Rohs erzählt von der unkonventionellen Struktur seiner Hamburger Agentur „Elbdudler“ und spricht damit indirekt die Freiheitsbedürnsse der GenY an. Damit die Mitarbeiter richtig Spaß an ihrem Platz haben, handeln sie selbst die Gehälter untereinander aus, aber jeder verteidigt sein Gehalt vor Kollegen. Es gibt keine festen Arbeitszeiten, keine abgezählten Urlaubstage und neuerdings sogar die Freiheit, den Chef selbst zu wählen. Eine absolute Transparenz und eine sehr flache Hierarchie und das alles in einer Kirche als Arbeitsplatz.
Denitsa Ruseva, Volontärin bei Concept X, Rheine und Mirjam Weinschenk, Volontärin bei Full Moon, Stuttgart

GRAFIK DESIGN
ドイツ人と日本人 „AUTOMNE TU M’AS VOLÉ L’ÉTÉ. REDONNE – LE MOI. IL ME MANQUE TELLEMENT.“ Deutsche & Japaner. Ina, Moritz, David und Julian. Eine Frau. Drei Männer. Vier Gründer. Vier Macher. Das und noch viel mehr sind Deutsche & Japaner. Ein Team. Eine Vision. Ein Creative Studio. Mannheim. Die Welt. – Es waren einmal vier Kreative, die nichts lieber machen wollten als Torten zu backen. Was sie tatsächlich backten war Brot. Metapher. Selbstverständlich. Das Schaufenster dekorierten sie jedoch fleißig mit Torten. Nicht nur das Studio entwickelte sich, auch die Aufträge entwickelten sich. Mittlerweile backen Deutsche & Japaner Grafiken für US-Rapper, Musikproduzent und Unternehmer JAY Z. Mannheim. Brooklyn. Die Welt.
Jimmy-Can Taymus, Volontär bei CB.e, Berlin

DESIGN / KONZEPTION
ARDA-Verleihung 2016 auf dem ADC-Nachwuchskongress. Worum ging es? Ein Nachwuchspreis für Retail Design – der fehlte wohl noch im breit gefächerten Kategorienportfolio des ADC-Festivals. Untergebracht wurde diese erstmalig stattfindende Preisverleihung im Nachmittagsprogramm des ADC-Nachwuchskongresses. Im Wettbewerb: studentische Konzepte zum Thema „Retail Design eines Konzern-Stores der Zukunft im Kontext der Digitalisierung“.
Was war wichtig? Retail Design ist nicht Schaufensterdeko – es geht darum, Produkte zu inszenieren. Und zwar an dem Ort, wo Produkt, Marke und Konsument aufeinandertreffen: im Handel. Die größte Gefahr dabei: die Abwanderung der Kunden ins Internet. Um auch den digitalen Konsumenten zu integrieren, muss das Produkt über alle Kanäle inszeniert und der Store-Besuch zu einem ganzheitlichen Erlebnis werden, das Mehrwerte für Kunden wie Marken schafft.
All dies leistet laut Meinung der Jury das Konzept der beiden Preisträger Susanne Purucker und Fabian Rauch. Ihr (fiktiver) VW-Konzern-Store bietet dem anspruchsvollen Geschäftskunden auf Dienstwagensuche dank seines übergreifenden Konfigurators Einsicht in das gesamte Konzernportfolio. So ist es möglich, alle Automarken auf einen Blick zu vergleichen und sich zeiteffizient das perfekte Fahrzeug zusammenzustellen. Durch ein Business Class-Ambiente werden Store-Aufenthalt und Auswahlprozess selbst zum besonderen Markenerlebnis.
Fazit: Eine gute Plattform für den interessierten Nachwuchs. Und für den Sponsor.
Interessanterweise waren die beiden Preisträger vor dem Wettbewerb nie mit Retail Design in Berührung gekommen. Was überzeugte, war ihre Idee – denn der ARDA versteht sich nicht als Gestaltungs-, sondern als Konzeptions-Preis. Als solcher für Treibhäusler nicht uninteressant.
Jenny Albers, Volontärin bei Wilkenwerk, Hamburg

WERBEFILM
Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, sich seine Träume zu erfüllen. Oft gesagt und wieder bewahrheitet. Hanna Maria Heidrich und Florian Meimberg, Werbefilm-Regisseure und Autoren, haben unterschiedliche Lebensläufe, mussten beide durch eine harte Schule und sind ihrer Leidenschaft treu geblieben. Niemand sagt, es ist einfach seinen Wunschberuf auszuüben, auch die beiden nicht. Es heißt immer wieder aufstehen, dran bleiben und es so lange versuchen, bis man gesehen wird. Der Antrieb von ihnen ist derselbe, der Wunsch Geschichten zu erzählen und Themen, die sie persönlich berühren, zum Leben erwecken. In dem Gespräch der beiden gab es vielleicht wenig neue Inhalte, aber man hat gesehen, dass es glücklich macht sich seine Träume zu erfüllen, und das inspiriert immer und immer wieder.
Sarah Többen, Volontärin bei pro event, Heidelberg

KARRIERE
„Wie man einen Job bekommt – und wie man ihn wieder los wird.“ Michael Ullrich, ADC Talent des Jahres 2015 und Junior AD bei Kolle Rebbe, gab den Nachwuchs-Kollegen 15 Minuten Karriere-Tipps. Und los:
Wie bekommst du einen Job?
1.    Beim ADC abräumen (die Chancen stehen bei fast 30 %).
2.    Portfolio einreichen (8 Arbeiten als pdf).
3.    Über einen Studentenjob (ist am einfachsten).
Wie wirst du den Job wieder los?
1.    Dich abwerben lassen (ab 1 Jahr Berufserfahrung bist du interessant).
2.    Selbstständig machen (später unbedingt, aber nicht nach der Uni).
3.    Für einen Master an die Uni zurück (nur wenn du wirklich dort bleiben willst).
Fazit: Glaub an dich und deine Fähigkeiten und lass dich von den Agenturen nicht unterbuttern.
Andreas Koch, Volontär bei Voss+Fischer, Frankfurt

PRODUKTE / STORYTELLING
Stefan Kolle, Geschäftsführer Kreation bei Kolle Rebbe, sagt: „Erfinde keine Werbung. Erfinde Produkte. Und die Welt neu.“
Produkte mit mehr Haltung und weniger unhaltbaren Werbeversprechen – darum ging es im Vortrag. Und darum, dass es oft besser ist, die Kreativität am Produkt selbst (oder eben an der Kreation eines neuen Produktes) anzusetzen, anstatt voller Aktionismus Werbung für meist austauschbare, bereits bestehende Produkte zu konzipieren. Eindrucksvoll demonstrierte Stefan Kolle dies am Beispiel der Naturpflegeserie „Stop the water while using me“, die ans Wassersparen appelliert, Umsatzrekorde erzielt und dabei ganz ohne klassische Werbung auskommt. Das Geheimrezept hierfür sind, laut Stefan Kolle, Stories, die sich quasi von selbst verbreiten. Ob die Welt, in der wir leben, und die von Überfluss geprägt ist, wirklich immer neue Produkte braucht, sei dahin gestellt. Zu Produkten wie der „Stop the water while using me“ Serie lautet unser Urteil jedoch: gerne mehr davon! Weil Nachhaltigkeit einfach sexy ist.
Katharina Hartwecker, Volontärin bei Zibert+Friends, München

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