Suche

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
wyde_portfolio
Filter by Categories
10. Jahrgang
11. Jahrgang
12. Jahrgang
4. Jahrgang
5. Jahrgang
6. Jahrgang
7. Jahrgang
8. Jahrgang
9. Jahrgang
Allgemein
Ausstellungen
Ausstellungen/Messen/Museen
Diskussion
Locations
Veranstaltungen
Wettbewerbe
Workshops

treibhaus macht schlau – diesmal der Vortrag „Markenerlebnisse in digitalen Zeiten“

Die „Head-mounted Smartphone“-Technik macht aus dem Handy eine funktionierende Virtual-Reality-Brille. Hier das Google Cardboard für 3 Euro – ein Beispiel von vielen, wie neue digtale Techniken die Grenzen des Live-Erlebnisses erweitern können.

Die Zukunft ist jetzt ?
„Niemand hat heute Lust auf Werbung.“ Mit diesem Satz begann der Vortrag von Volker Hagen beim fünften treibhaus 0.8 Wochenende. „Oder jedenfalls nicht in der Form, die wir im Alltag kennen – unterbrochene TV-Filme, lange Werbepausen …“
Aber wie vermitteln wir unsere Messages im Digitalzeitalter, wenn die Generation Y andere Bedürfnisse hat? Und gleichzeitig auf eine Weise, die auch die Generation X begeistert?
Der rasante technologische Wandel im Zusammenspiel mit dem kulturellen Wandel erfordert neue Wege der Markeninszenierung, um die Menschen zu erreichen. Als Konzeptioner stehen wir vor der Herausforderung, Customer Journeys zu kreieren, bei denen die Zielgruppe ein aktiver Teilnehmer und nicht nur ein passiver Zuschauer und Verbraucher ist. Das „klassische“ Messaging wird durch die Interaktion ersetzt, das Storytelling wie eine Erweiterung der Wahrnehmung konzipiert, bei der die Realität mit der Virtual Reality verschmilzt. Diese neue Entwicklung ist heute nicht nur in der Theorie eine Selbstverständlichkeit, sondern auch in der Praxis eine „ungeschriebene“ Erwartung bei der Live-Kommunikation.
Unser Ziel ist es, Emotionen zu erzeugen, aber die sind leider nicht messbar. Es ist schwer abzuschätzen, wie viele Leute unsere Message erreicht oder berührt hat, wie oft sie geteilt wurde, oder wie unsere Aktionen das Leben anderer Menschen ein klein wenig verändert (und hoffentlich verbessert) haben.
Bei manchen Projekten mit sozialen Themen, wie z. B. „Free the Forced“, das zuerst auf der Hohenzollernbrücke in Köln und danach in anderen europäischen Städten zu sehen war, kann man genau messen, wie viele Leute mitgemacht und die Hoffnung auf Veränderung weitergegeben haben. Jeder, der bei dieser Aktion einen der QR-Codes scannte, die auf „Liebesschlössern“ an der Brücke angebracht waren, konnte einen kleinen Betrag spenden und damit Frauen unterstützen, die zur Heirat gezwungen wurden. Man bekam ein Passwort, das Vorhängeschloss konnte geöffnet werden und der erste Schritt war gemacht …
Messbar waren auch die Ergebnisse eines anderen Projekts, bei dem jeder in seinem Oculus-Rift-Film alleine war und neben vielen anderen auf einem Event für den Audi Q7 tanzte. Alle hatten Spaß, dank der Technologie und der veränderten Wahrnehmung, aber jeder war für sich alleine, ohne Berührungen und gemeinsames Lachen …
Leider können wir nicht immer „politisch korrekt“ sein bei der Entscheidung, an welchen Projekten wir uns beteiligen. Aber wir hinterlassen mit Sicherheit Spuren – Spuren im Leben anderer Menschen.

Die Autorin:
Deni_net Denitsa Ruseva hat Fotografie studiert, außerdem hat sie einen Master für Interkulturelle Forschungen. Sie ist zurzeit Konzeptions-Volontärin in der Agentur concept X.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.