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treibhaus macht schlau – diesmal: Diskussionsformate

Opening Session eines Barcamps – eins von vielen innovativen Diskussionsformaten, die in jungen Communities entwickelt wurden und zunehmend von etablierten Unternehmen adaptiert werden.

Mitteilen, Verstehen und gemeinsam Lösungen finden

Kommunikation bedeutet nicht nur, mithilfe von Sprache und Gestik sich mitzuteilen. Es geht auch darum, den anderen zu verstehen und selbst verstanden zu werden. Um Kommunikation bei Veranstaltungen zu fördern, gab uns Eva Heid von der Agentur Pro Event einen kurzen Überblick über bewährte Diskussionsformate. In diesem Blogeintrag stelle ich 6 Formate vor.

Barcamp (ein- oder mehrtägig):
Barcamp2
Barcamps unterscheiden sich von klassischen Konferenzen. Es gibt keine feste Planung im Vorfeld, keine festen Redner[1], keine Einladungen und kein festgelegtes übergreifendes Thema. Teilnehmer, die eine Diskussionsrunde leiten oder einen Vortrag halten, stellen ihr Thema vor.  Die Zahl der Interessenten wird per Aufzeigen ermittelt und sie werden einem freien Raum zugewiesen. Sessions sind in der Regel 30 Minuten lang, werden aufgezeichnet und protokolliert.[2]

World Café (12 bis 2000 Teilnehmer, eintägig)
World Cafe
Vier bis maximal sechs Teilnehmer finden sich im Raum verteilt an kleinen Tischen zusammen. Die Tische sind mit weißen, beschreibbaren „Papiertischdecken“ und Stiften ausgestattet. Während der Tischdiskussionen zu bestimmten Fragestellungen entstehen eine Vielzahl von Ideen und Erkenntnissen. Diese werden auf den Tisch geschrieben. Ein fester Moderator am Tisch erläutert die Fragestellung und weist auf die Verhaltensregeln hin. Ziel ist es, möglichst alle Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. Nach 15-30 Minuten werden die Gruppen gemischt und es wird an einem anderen Tisch weiterdiskutiert. Die Dauer eines World-Cafés beträgt zwischen 45 Minuten und drei Stunden und wird mit einer Reflexionsphase beendet.

Pecha Kucha
Pecha Kucha
Pecha Kucha ist eine spezielle Vortragstechnik, bei der Folienanzahl und Zeit fest vorgegeben sind. Die Anzahl der Slides liegt bei 20 Stück, welche jeweils maximal 20 Sekunden lang angezeigt werden. Mehrere Vorträge hintereinander werden in sogenannten Pecha Kucha Nights (PKN) vorgetragen. Die Konzentration auf das Wesentliche steht im Vordergrund.[3]

Open Space (50 bis 2000 Teilnehmer, mehrtägig):
Open Space
Opens Space ist eine Methode der Großgruppenmoderation. Ein Moderator führt in ein übergreifendes Thema ein. Daraufhin können alle Teilnehmenden ihr Anliegen einbringen. Anliegen sind Themen, die „unter den Nägeln brennen“.  Auf einer großen Wand werden diese gesammelt und verfügbaren Räumen und Zeiten zugeordnet. Die Gruppenphase ist selbstorganisiert. Teilnehmer können die Diskussionsrunde jederzeit verlassen und in eine andere einsteigen. Die Dauer sind in der Regel 2,5 Tage. Am letzten Tag werden die Ergebnisse gesammelt und ausgewertet.[4]

Fishbowl (stündlich bis eintägig):
FishBowl
Teilnehmer sitzen in einem großen Kreis (Außenkreis) um eine kleine Gruppe von Stühlen in der Mitte (Innenkreis). Im Innenkreis (im „Goldfisch-Glas“) wird über das Thema diskutiert. Die Mitglieder aus dem Außenkreis können jederzeit an der Diskussion teilnehmen, indem sie sich auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen. Jeder bleibt nur so lange sitzen, wie er etwas zu sagen hat. Ist kein Stuhl frei, dürfen Teilnehmer auch Mitglieder des Innenkreises „abklopfen“. Diese sollten daraufhin ihren Satz fertig sprechen und Platz für den Teilnehmer aus dem Außenkreis machen.
Vorteil der Fishbowl-Methode ist es, dass Mitglieder, die sonst in einer großen Gruppe nicht zu Wort kommen, jederzeit ihre Meinung äußern und aktiv mitdiskutieren können.[5]

TEDx
TEDx

TED ist ursprünglich eine alljährliche Innovations-Konferenz in Kalifornien. Seit 2009 ermöglicht die TED auch unabhängigen Organisatoren, eigene Konferenzen unter dem Namen TEDx zu veranstalten. Unter dem Motto „ideas worth spreading“ („Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden“) haben Vortragende 18 Minuten Zeit, ihre Idee emotional, persönlich und ansprechend zu präsentieren. Die Vorträge werden aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht. Die Sprecher reichen von Wissenschaftlern über Unternehmen, Aktivisten, Designern und Künstlern.[6]

Fußnoten:
[1]
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter.
[2] http://barcamp-kiel.de/was-ist-ein-barcamp/
[3] http://pechakucha.de/berlin/about/
[4]
http://www.agonda.de/open-space/open-space.html
[5] https://www.goethe.de/resources/files/pdf1/pk5793988.pdf
[6] https://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz)#TEDx

Der Autor:
Profilbild Lars-Erik Jansen hat einen Bachelor of Science in Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaften. Er ist derzeit Volontär als Kreativ-Konzeptioner bei „CB.e agentur für kommunikation“ in Berlin.

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