treibhaus macht schlau – diesmal “Gesellschaftspolitische Kommunikation”

Gesellschaftspolitische Kommunikation: Das Malaria-Labyrint der Agentur neues handeln tourt durch Europa. Es verkauft keine Mückennetze und sammelt keine Spenden, sondern vermittelt “Mensch auf der Straße” NUR Fakten und Lösungen zum Weltproblem Malaria. 

„Wir müssen außer Gedanken nichts verkaufen.“

Mark Daniels von der Agentur „neues handeln“ in Köln und Berlin gab uns am Wuppertaler Workshopwochenende einen spannenden Einblick in die Welt der gesellschaftspolitischen Kommunikation. Wie bringt man hochkomplexe, oft sensible Themen nachhaltig, spannend und am besten kostengünstig, ohne dabei eine politische Stellung zu beziehen und trotzdem alle Farben der politischen Landschaft zu erreichen,……. an die Menschen? Man bekommt schon beim kurzen Nachdenken über eine solche Aufgabe leichte Kopfschmerzen. Doch eigentlich klingt die Lösung, die Mark Daniels uns verrät, überraschend einfach: „Wir müssen außer Gedanken nichts verkaufen.“

Und an diesem Punkt kommen wir auf den fundamentalen Kern der Dinge; Kommunikation. Kommunikation ist das uns urigste Bedürfnis, vor allem wenn es darum geht unsere Gefühle und das, was uns bewegt, zu vermitteln. Also worauf kommt es bei gesellschaftspolitischer Kommunikation an? Ein Stück öffentlichen Raum der öffentlichen Diskussion zurückzugeben, die leider nicht mehr allzu oft stattfindet. Menschen haben eben das Bedürfnis, sich auszutauschen und tun dies umso lieber, wenn es Relevanz für alle hat. Ein Thema wie beispielsweise Malaria, benötigt keinen großen Inszenierungsmarathon, sondern bloß einen öffentlichen Ort, der als Verstärker fungiert. An diesem werden die Stimmen derer multipliziert, die sonst im Tumult der Welt überhört werden. Der Verstärker ist eher eine Art Reminder, der daran erinnert, dass jenseits aller Geschichten, die uns jeden Tag von großen Firmen im TV, Radio oder auf Facebook und Co. erzählt werden, noch wahrhaftige Geschichten warten. Authentizität ist ein beliebtes Kommunikationsziel dieser Firmen, doch wahrhaft authentisch ist und wird immer das sein, was keine große Inszenierung benötigt, denn die Szene ist der Mensch selbst.
Und danke dir Mark, dass du uns daran erinnert hast.
Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich.

Die Autorin:
Michelle Schiffels ist Volontärin bei GPJ und hat einen Master of Arts Innenarchitektur.

 

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