treibhaus macht schlau – diesmal: Strategic Planning

Liebe in der DNA

Staub auf den Schienen? Einmal pusten und die Bahn erobert die Herzen ihrer Kunden wieder im vorbeifahren! Wenn es doch so einfach wäre… Der Weg vom knirschend-alten Markenbild zum sauberen Image ist mehr als eine Putzaktion. Wie man es schafft, dennoch hinter die Fassade der Marke zu schauen, legte uns David Hüser von lux + roth in seinem “Strategic-Planning-Workshop” dar.
Wir wollen an den Kern der Identität! Schnell wird klar, hier ist eher Psychologe als Putzfrau von Nöten – oder auch – ein Strategic Planner, der kann nämlich beides, prüfen und polieren.

Würde sich die strategische Planung mit der Identität eines Menschen beschäftigen, ginge es wirklich ans Eingemachte: Wer bin ich? Wie werde ich wahrgenommen? Wie sehe ich mich selbst und passt mein Partner wirklich zu mir?
Diese Fragen des Lebens stellt der Strategic Planner auch der Marke, denn nur wer seine Identität kennt, schafft den Sprung vom ungeliebten Griesgram zur “Love Brand”.

Tatsächlich lassen sich tiefenpsychologische Erkenntnisse auch auf die “Psyche der Marke” übertragen: C.G. Jung hat 12 Gehirnareale definiert, die, je nach Ausprägung, verschiedene Charaktertypen differenzieren.
Auch die Marke kann sich diese Archetypen zu Nutze machen: Ob Held, Beschützer oder Abenteurer – hat eine Marke ihren Charakter gefunden, erweckt sie bei uns tiefe Gefühle und Assoziationen, die zu einer emotionalen Bindung führen.

Es ist also eigentlich ganz einfach: Be true – be you!

Natürlich ist die Selbstfindung der Marke ein ähnlich langer Prozess wie beim Menschen, nur dass sie ihn ohne Backpacker-Erfahrungen, Meditationsexperimente und Tätowierungen durchschreiten muss. Dafür kann sie auf die fast wissenschaftliche Expertise von Strategic Plannern zurückgreifen, die mit viel Geschick und Recherche ihre DNA freilegen und das Selbstbewusstsein stärken.
Dann kann sich die Marke gemütlich mit den passenden Sinus-Kartoffeln niederlassen, authentisch handeln und so Emotionen zu Erfolgszahlen machen.

Im Praxisteil des Workshops stellten wir fest, dass die Bahn eigentlich schon weiß, wer sie ist. Jetzt muss sie sich nur noch trauen, ihre Identität zu leben und sich nicht beim Zuviel-Wollen zu verzetteln.
“Deine Zeit gehört dir” – also liebe Bahn, nutze sie auch und sorge zum Beispiel für einen angemessenen “Feierabend” in deinen Zügen!

Die Autorin:
img_4831-2 Carlotta Löffelholz ist Volontärin bei federfrei in Köln. Sie hat einen
BA in Medien- und Kulturwissenschaften.

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