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Zugang zur Generation Y – Berliner Bank und Kreativ-Nachwuchs diskutieren Konzepte für den Bankkunden der Zukunft

Foto: deckbar

Die Marketing-Abteilung der Berliner Bank beauftragte Szenografie-Studierende der TU Berlin, Ideen zu entwickeln, wie man die Gen Y in Berlin für das Thema Finanzen interessieren und für ein Beratungsgespräch in einer Bankfiliale motivieren kann.  Szenografen und treibhaus-Konzeptioner kamen zu einem Wochenenend-Workshop zusammen und arbeiteten 2 Tage lang intensiv in kleinen gemischten Teams. Am dritten Tag wurde vor Dozenten und Kunden präsentiert. 3 leitende Mitarbeiterinnen der Berliner Bank erlebten 6 Ideen-Konzepte von jungen Menschen, die als typische Vertreter der „Gen Y“ selber ein eher distanziertes Verhältnis zu  Bankprodukten haben.

Gabriele Hans, Managerin Angebotsmarketing und Markenkommunikation, hat das Projekt initiiert  und engagiert begleitet. Wir fragten sie nach ihren Eindrücken:

treibhaus 0.8: Frau Hans, welche Erwartungen hatten Sie im Vorfeld an die Zusammenarbeit von Berliner Bank mit Studententeams von TU und treibhaus 0.8?

Berliner Bank | Workshop Szenischer Raum | TU Berlin

Foto: deckbar

G.H.: Wir merken im geschäftlichen Alltag, dass sich insbesondere junge Leute wenig mit Finanzthemen und der Notwendigkeit für ihre eigenen Zukunft vorzusorgen auseinandersetzen. Uns hat daher interessiert, wie die sogenannte GenY über Banken denkt und welche Angebote für sie relevant sind. Zentral war dabei für uns die Frage, was wir tun können, um mit der Zielgruppe in den Dialog zu kommen und ihr den Zugang zu unseren Beratungsleistungen zu erleichtern.

Was lag also näher, als dieses Thema mit dem kreativen Nachwuchs aus der Zielgruppe aufzugreifen und in einem zwanglosen Rahmen ergebnisoffen zu diskutieren.

Berliner Bank | Workshop Szenischer Raum | TU Berlin

Foto: deckbar

treibhaus 0.8:  Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den Studierenden erlebt?

G.H.: Wir haben uns im Vorfeld einen Austausch gewünscht, der frei von allen Zwängen und Rollen sein sollte, die es üblicherweise zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer gibt. So entwickelte sich schnell ein überraschend kontroverser und offener Austausch, den wir nicht zuletzt wegen seiner Authentizität als sehr wertvoll empfunden haben. Schön, dass sich alle Beteiligten darauf eingelassen haben.

treibhaus 0.8:  Wie fanden Sie die sechs präsentierten Ideen?

G.H.: Sehr inspirierend! Jedes Team hat sich dem gestellten Thema aus einer ganz eigenen Perspektive gestellt und spannende Ansätze entwickelt, die eine gute Basis für Weiterentwicklungen bieten.

treibhaus 0.8:  Mit welchen Learnings und Inspirationen gehen Sie nach dem Ausflug in die Welt der jungen Kreativen wieder zurück ins Büro?

treibhaus 0.8, Berliner Bank, Studiengang Bühnenbild szenischer Raum

Foto: deckbar

G.H.: Die GenY ist eine extrem kritische Zielgruppe, mit einem distanzierten Verhältnis gegenüber Finanzdienstleistungen. Diese Distanz gilt es durch kontinuierliche Dialogangebote aufzubrechen, die überall dort unterbreitet werden müssen, wo sich die Zielgruppe bewegt: im öffentlichen Raum, im häuslichen Umfeld oder im Internet. Neben Finanzthemen kann und soll es dabei auch um die glaubwürdige Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen gehen, die die Zielgruppe bewegen.

Um das Vertrauen der jungen Leute zu gewinnen, müssen die Bankmitarbeiter also auch mal raus aus der Filiale, in das unmittelbare Umfeld der GenY.

Bei der Beratung stehen Transparenz und Offenheit und die verständliche und unverbindliche Unterbreitung von Angeboten im Fokus. Die Zielgruppe will überzeugt und nicht überredet werden.

Dieser klare Wunsch nach einem Austausch von „Mensch zu Mensch“ hat uns bei der vermuteten Online-Affinität der Zielgruppe ein wenig überrascht, aber auch sehr gefreut. Bestätigt sie doch unser Geschäftsmodell  einer filialgestützten Bank, mit modernen SB-Services und Online-Zugangswegen.

Das Interview führte Annette Beyer. 

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